Da kämft Jenny Frankhauser mehr als zwei Wochen gegen sich, ihr Image, die anderen Camper, das schlechte Wetter und die Vorurteile – gewinnt dnn tatsächlich und muss dann in der BILD lesen: “Katzes Schwester krallt sich die Krone”. Na prima. Wollte sie doch endlich als eigenständige Person wahrgenommen werden, die ihr eigenes Ding macht. Mit YouTube. Mit Online-Shop. Und so.

Na gut, sie wird es wohl verschmerzen können im Anbetracht der Dramatik am letzten Abend im australischen Busch. Denn vor der Show war wohl noch lange nicht klar, in welcher Reihenfolge die übriggebliebenen Camper aus dem Lager marschieren. Es hätte ja auch bei den Prüfungen noch einer rufen können “Ich bin ein Star! Ich will hier raus!”. Das tat aber keiner, im Gegenteil: Alle Teilnehmer holten sich die maximal möglichen Sterne für ein komplettes Menü mit Vorspeise, Hauptspeise, Dessert plus Getränk und Goodie.

Tina York wurde beste Dritte ever

Als erste musste dann doch Tina York als Dritte raus, die sich aber ob ihrer Passivität in der ersten Woche und wenig bis keiner Prüfung dort kaum Lorbeeren verdienen konnte. Ihre Stärken lagen dann mehr in den leisen Tönen und im Dialog mit den Zuschauern. Durch die Bitte, sie bitte nicht zu wählen, entstand eine gewisse Eigendynamik und diese Liebe hat Tina York zum Ende hin mit mehr Engagement auch zurückgezahlt. Alle sind mit dem besten aller dritten Plätze zufrieden.

Nikotinentwöhntes Rumpelstielzchen mit Defiziten

Anders verhält es sich da bei Daniele Negroni, der sich im Camp oft als nikotinentwöhntes Rumpelstielzchen präsentierte und auch sonst im zwischenmenschlichen Bereich einige Defizite aufzeigte. Viele die sich unsicher waren am Ende, haben gewiss auch die Szenen im Hinterkopf, wie Daniele gerade mit den noch anwesenden Damen teilweise umsprang und da hat sich die Frage gestellt, ob so ein Charakter wirklich die Krone für IBES 2018. Er hat sich auch nicht mal angestrengt, so etwas wie Freude über den Erfolg seiner Mitkonkurentinnen bei der letzten Prüfung Ausdruck zu verleihen. Es sah aus, als würde er es ihnen nicht gönnen und so etwas honoriert der Zuschauer nicht.

Jenny Frankhauser ist Tschungelkönigin

So also wurde die stets unterschätzte Jenny Frankhauser, die bei den Buchmachern eine Quote 50,00 auf einen Sieg hatte, Dschungelkönigin und das hat sie sich vor allem in den Prüfungen verdient. Die Viecher hat sie alle gegessen, bei der Schatzsuche zeigte sie Popo, Brust und vollen Einsatz. Ihre anfängliche Naivität legte sie dann aber doch zum Glück irgendwann ab und präsentierte sich eben nicht wie ihre aus den Medien bekannte Halbschwester Daniela Katzenberger, sondern wehrte sich auch mal mit klaren Ansagen – auch wenn das Wehklagen, wie sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, blieb. Dennoch hat sie sich sichtbar nicht aktiv gegen irgendjemand gestellt, hat sich loyal verhalten und hat auch ein offenes Ohr gehabt. Sie hat Daniele sogar ab und zu gelobt, auch wenn sie seine Stimmungsschwankungen ertragen musste. Daher kann man sich nur mit ihr zusammen freuen.

Ich bin ein Star, ich hab keinen Bock!

Das lag natürlich aber auch daran, dass Ansgar Brinkmann schon vorher das Handtuch geworfen hatte, die Natascha Ochsenknecht ihre mediale Erfahrung nicht komplett ins Lagerfeuer geworfen hat und Leute wie Michael zur Lästerschwester mutierte. Aufgrund dieser Erfahrung also kann man bei RTL wohl auch bald an die näheren Verwandten einiger Promis gehen, der Bekanntheitsgrad dürfte insgesamt weiter sinken und die Kosten auch . Solange man aber auch Stars einlädt, die ab dem zweiten Tag im Grunde nichts weiter tun, als ihren Ausstieg vorzubereiten, gewinnt man natürlich keinen Blumentopf und so lebt das Dschungelcamp weiter von dem guten Schnitt, den persönlichen Dramen, den spitzen Bemerkungen von Sonja & Daniel und auf dem “Second Screen” bei Twitter.

The Show must go on….

 

Katzes Schwesterkrallt sich die Krone

Quelle: Dschungelcamp 2018: Jenny Frankhauser gewinnt das Dschungelcamp – TV – Dschungelcamp – Bild.de