Do. Jul 18th, 2019

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Wenn das Wasser steigt – Hochwasser und die Medien

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Das durch den vielen Regen und die Nebenzuflüsse entstandene Hochwasser in Deutschland hat nicht nur bemerkenswert viele Helfer auf den Plan gerufen, sondern neben den üblichen Verdächtigen aller Parteien auch einige bekannte Menschen aus den Medien. Dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel sich der Situation annimmt und sich ein Bild von der Flutkatastrophe macht, ist im Grunde selbstverständlich und auch, dass sie umfangreiche Hilfen finanzieller Art in Aussicht stellt. Schließlich haben wir auch für viele, viele andere Länder Geld genug und so sollte wirklich schnell und unbürokratisch geholfen werden. Auf Merkel mit Sandsäcken in der Hand hätte man meiner Meinung nach verzichten können – jeder weiß doch, dass die reale Arbeit andere machen vor Ort. Solche Bilder wirken eher ungewollt komisch, aber das soll nicht bedeuten, dass Politiker vor Ort generell unpassend wären. Gerhard Schröder seinerzeit nutzte auch die Gunst der Stunde und präsentierte sich als Helfer in der Not.

RTL entschied sich auch für zahlreiche Sondersendungen, so wie andere auch – aber sie rückten die besondere Hilfe untereinander in den Mittelpunkt. Dabei ist das bei so einer Katastrophe solchen Ausmaßes fast schon als normal zu bezeichnen, denn generell sind die meisten Menschen in Extremsituationen hilfsbereit und außerdem gibt es an jeder Ecke etwas Sinnvolles zu tun! Die Medien wollen natürlich auch überall dabei sein und berichten großflächig aus allen betroffenen Städten und markanten Positionen. Das hat einen erhöhten Aufmerksamkeitsgrad zur Folge und rückt noch einmal in den Blickpunkt, was bisher für den Hochwasserschutz getan wurde oder eben nicht und aus welchen Gründen.

Auch Georgina wollte wohl dabei sein und postete in ihrem sozialen Netzwerk ein Foto von ihr beim “fröhlichen Posieren vor dem vom Hochwasser überfluteten Heidelberg“, wie das Portal WEB.de berichtet. Unglaublich eigentlich, was dieses Wesen da immer für kuriose Dinge tut – geschmacklos. Andere Prominente verstecken sich auch deutlich und bringen lieber ihre Kohle ins Trockene als aktiv zu helfen, Ausnahmen gibt es natürlich auch hier und einige spenden auch ohne der Presse ein Statement darüber zu geben. Aber: Es wäre eine Motivation auch für andere sogenannte Prominente, dies ebenso zu tun und darüber zu erzählen. Einen sehr guten Artikel darüber habe ich bei histaminer gelesen, der Blogbeitrag heißt Hochwasser und das asoziale Verhalten der Promis.

Insgesamt sollte das Thema im Internet, Radio, Fernsehen und den Zeitungen auch dann noch präsent sein, wenn die Aufräumarbeiten erledigt sind – damit das Interesse weiter hochgehalten wird. Denn es kann eigentlich nicht sein, dass sich Leute alle paar Jahre hochverschulden und die Existenz ruiniert ist, weil kein Versicherungsschutz greift. Hier muss an Lösungen gearbeitet werden und es ist auch Aufgabe der Politik, Wege aufzuzeigen und gemeinsam mit allen Betroffenen einfache Schritte hin zur Beseitigung des Problems zu schaffen.

Ausdrücklich gelobt werden MÜSSEN auf jeden Fall die Feuerwehren und alle Helfer der Bundeswehr, die sonst immer entweder wegen ihrer schlechten Bezahlung oder weil sie angeblich unnötig seien, in den Schlagzeilen stehen! Dass alle Menschen zu helfen bereit sind, zeigt auch immer wieder die aktuelle Berichterstattung. Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, zu was viele Leute in der Lage sind, wie sie sich vernetzen über Facebook oder bei Twitter mit dem Hashtag #Hochwasser. Auch das bemerkenswert für all jene, die gerne über die sozialen Netzwerke eine despektierliche Meinung haben. Wenn man das richtig nutzt, kann es sinnvoll sein.

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