Ein Umbau der Olympiastadions eröffnet neue Perspektiven

Das Berliner Olympiastadion hat wirklich schon viel gesehen, als Austragungsstädte der Bundesligaspiele von Hertha BSC gab es zuletzt viel zu bejubeln – aber das altehrwürdige Rund hat auch schon so manch schlechte Zeiten in der zweiten Liga mitgemacht und sich in spärlicher Kulisse gezeigt.

Vom ISTAF über Mario Barth bis American Football – alles geht im “Oly”

Voll war es hingegen bei so einigen Spielen der deutschen Nationalmannschaft oder dem ISTAF mit Leichtathletik und allem drum und dran. Aber nicht nur der Sport ist hier zu Hause, sondern es finden in jedem Jahr auch große Veranstaltungen und Events statt. Mario Barth hat hier sein kleines Wohnzimmer aufgebaut, die Rolling Stones haben im Berliner Olympiastadion schon gespielt und natürlich reicht die Geschichte auch in die unselige Zeit von 1936 zurück, als die Nationalsozialisten in Berlin die Olympischen Sommerspiele nach Deutschland holten. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde das Berliner Olympiastadion noch einmal komplett einem Umbau unterzogen, sodass es für die Fußball-WM 2006 im neuen Glanze erstrahlen konnte mit kompletter Überdachung, entsprechender Technik, neuen Sitzen und in modernisierter Verfassung.

Football im Olympiastadion Berlin ohne Dach in der Kurve
Berliner Olympiastadion beim American Football – ohne Überdachung in der Kurve!

Hertha BSC plant für die Zukunft – mit alternativen Standorten

So spannend Vergangenheit in jüngeren Jahren oder auch den letzten Jahrzehnten war, genauso interessant dürfte auch die nahe Zukunft der großen Schüssel sein. Denn das Olympiastadion steht natürlich weiter unter Denkmalschutz und das behindert etwas die Pläne vom Hauptmieter Hertha BSC. Dieser möchte gerne erstens eine bessere Auslastung der Heimspielstätte und zweitens hat man schon seit geraumer Zeit gemerkt, dass die Stimmung durch den großen Abstand zwischen Spielfeld und Publikum aufgrund der Laufbahn ein gutes Stück nach unten gedrückt wird. Daher und auch wegen der Kapazität gehen die Planungen voran, sich mit einer neuen Heimat für die Heimspiele von Hertha BSC zu beschäftigen. So hat man also zahlreiche Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben, die alternative Standorte auswerten sollten und Lösungen für die Zukunft von Hertha BSC und dem Olympiastadion anbieten.

Das Olympiastadion von oben
Auch das Maifeld war beim Umbau des Olympiastadions in Berlin Thema

Austragungsstätte der Bundesliga-Spiele für alle Zeit?

Herausgekommen war ursprünglich, dass man in Ludwigsfelde alle Wünsche erfüllt bekommen sollte, was ein neues Stadion anbelangt. Das hätte natürlich den Nachteil, dass man nicht nur ziemlich weit entfernt von der zentralen Position in der Hauptstadt wäre, sondern Hertha BSC würde ab dem Jahr 2025 im Bundesland Brandenburg spielen. Das sorgte naturgemäß für Donnergrollen unter den Berliner Fans, die sich ihrer gewohnten Umgebung und einer vorhandenen Infrastruktur für Bundesliga-Spiele entzogen sahen. Dennoch steht diese Alternative noch auf dem Zettel, wobei die Chefetage von Hertha BSC, die nun ziemlich genau weiß, was die Fans davon halten.

Daher wurde auch auf der Mitgliederversammlung mitgeteilt, dass man im Zweifel vor einer Entscheidung eine Befragung der Mitglieder vornehmen würde und sich diesem Votum auch unterordnet. In der Zwischenzeit hatte sich aber kurz vor dieser Sitzung und mit einiger Überraschung doch noch ergeben, dass das Berliner Olympiastadion als Denkmalschutz wohl für einen Umbau zur Verfügung stehen würde. Dies war eben wegen jener Begründung in der Vergangenheit ausgeschlossen worden und so gewöhnte man sich daran, dass Hertha BSC als einziger Bundesligist noch eine Laufbahn zwischen Spielfeld und Zuschauern hatte. Nun also die Kehrtwende in dieser Angelegenheit – ab jetzt wird man noch genauer die Planungen in beide Richtungen verfolgen, wobei Priorität wohl sein dürfte, die vorhandene Spielstätte im Herzen Berlins beizubehalten und eben nicht auszuweichen in das Brandenburger Umland. Wie bei jeder Lösung hätten sich hier gewiss auch einige Brandenburger gefreut, aber das Gros der Hertha-Fans kommt ja nun unbestritten aus allen Teilen Berlins und somit sollte die Austragungsstädte der Bundesliga-Spiele für alle Zeit in der Hauptstadt bleiben – und auch das Finale des DFB-Pokals mit der immer tollen Atmosphäre.

Olympiastadion mit dem berühmtem Marathontor und der blauen Laufbahn
Die blaue Laufbahn war in den letzten Jahren das markante Merkmal des Berliner Olympiastadions

Der Panenka zeigt die mögliche Optik der 3D Agentur Berlin

Umso spannender ist nun die Frage, wie überhaupt das Berliner Olympiastadion nach einem Umbau bis mutmaßlich 2025 aussehen würde. Immerhin ist ja nicht weniger geplant, als die gesamte Spielfläche zu senken und den gewonnenen Platz in der Diagonalen mit Zuschauerplätzen zu befüllen. Es gäbe also einen Unterring unter dem jetzigen Unterring, was natürlich das gesamte Innenleben des Berliner Olympiastadions spektakulär verändern würde. Natürlich hätte das auch Auswirkungen auf Leichtathletik-Veranstaltungen, allerdings sind diese in so geringer Stückzahl, als dass dies nach einem Umbau zu einer reinen Fußballarena vom Verlust her verschmerzbar wäre. Neue Wege eröffnen auch immer wieder neue Perspektiven und das bezieht sich nicht nur auf die Sicht der Zuschauer, sondern auch auf die Sicht der Dinge. Mit dem Umbau könnte das olympische Rund sogar noch attraktiver werden, das Marathontor soll jedenfalls geschlossen werden und so würde auch der ganze Zug aus dem Oval heraus sein, was gewiss auch viele Zuschauer freuen dürfte. Doch wie genau soll eigentlich das Berliner Olympiastadion nach einem möglichen Umbau aussehen?

Hierzu hat sich eine Agentur einmal Gedanken gemacht und so präsentiert die Seite der panenka.de, in welcher Optik sich das dann umgebaute Stadion in Westend zeigen möchte. Der-Panenka.de hatte auch schon im Frühling des letzten Jahres 2016 dafür plädiert, das Olympiastadion zu modernisieren statt in eine neu gebaute Arena mutmaßlich im Umland ziehen. Ein Blick also in die Zukunft gefällig?

Hier nun also die visualisierte Form der umgebauten Fußball-Arena Olympiastadion, wie sie in den Augen der 3D Agentur Berlin in etwa aussehen würde und mit welchem Konzept diese Neugestaltung umgesetzt werden könnte. So findet sich in dem Artikel „Blick in die Zukunft: Herthas alter und neuer Heimat“ einiges an Lesestoff und auch wie genau sich das Berliner Olympiastadion verändert. Wichtig ist ja vor allen Dingen auch, den spielerischen Alltag nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und der Tatsache ins Auge zu sehen, dass aktuell der Zuschauerschnitt laut statista.com bei 50.267 liegt – was einer zu geringen Auslastung entspricht und deshalb die Pläne weiter vorantreibt. Darum ist es auch gut, dass in den Plänen für einen Umbau des Berliner Olympiastadions bei der Visualisierung der Oberring berücksichtigt wurde, der mit einer überdimensionalen Werbemöglichkeit in der Zukunft nicht nur Hertha BSC nutzt.

Wie man sieht, sitzen die Fans viel näher am Geschehen dran und bei den Top-Spielen gegen Bayern München, Borussia Dortmund und anderen oder richtigen Highlights im Sport könnte der Oberring dann wieder bequem geöffnet werden für eine maximal mögliche Zuschauerzahl.

Ansonsten ermöglicht das Display oben tolle Werbemöglichkeiten:

Daher bin ich sehr froh darüber, dass man sich das durch die 3-D Agentur Berlin auch mal richtig vor Augen führen kann, wie das Olympiastadion mit abgesenkter Spielfläche und zusätzlichen Zuschauerrängen dazwischen aussehen würde. So fällt vielleicht eine Entscheidung leichter für einen Umbau und man kann sich vieles besser vorstellen. Wie sich das aber auch auf die Akustik auswirkt und ob das Berliner Olympiastadion dadurch auch attraktiver für Künstler und Konzerte wird, kann man erst live beurteilen, nachdem der Umbau wirklich über die Bühne gegangen ist.

Drücken wir also die Daumen, dass die Vernunft siegt und sich auch genügend finanzielle Mittel finden lassen, die einen Umbau eher Realität werden lassen als ein kompletter Umzug nach Ludwigsfelde. Fußballstadien müssen auch mit der Zeit gehen und sich neuen Gegebenheiten anpassen, sei es im Komfort oder eben auch beim Service für die Zuschauer. Das wichtigste ist aber auch, dass die Fans akustisch und optisch noch näher an ihrer Mannschaft sind, wie es in allen anderen Bundesliga-Stadien eben auch der Fall ist. Normalität eben – Heimvorteil Hertha.

Vielen Dank an den Fußball-Blog der-Panenka.de und die 3D Agentur Berlin

 

Author: FunTaManGo

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