Montag, August 21, 2017
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Wetterabhängige Berufe – gut bezahlen!

Eigentlich ist es bei wetterabhängige Berufen egal, zu welcher Jahreszeit man sich dem Thema widmet – die Herausforderung bleibt die Gleiche, ob es nun beim Sommer um die Hitze geht oder im Winter um die Kälte. Auch der sogenannte Frühling von März bis Mai kann große Probleme mit sich bringen in wetterabhängigen Berufen durch Nachwirkungen des Winters oder dem wechselhaften “Aprilwetter”. Im Herbst fiel schon so manches Mal im Oktober der erste Schnee auch in tieferen Lagen, von daher ist alles relativ zu betrachten.

Welche Berufe sind überhaupt wetterabhängig?

Generell naturgemäß alles, was draußen ist – dazu zählen Berufe aus der Briefzustellung und Paketdiensten, Personennahverkehr oder Notdienste aller Art. Weil diese müssen sich ständig über die aktuelle Wettersituation informieren, um sich entsprechend zu Kleiden und wetterresistent zu bleiben. Außerdem sind sie aufgefordert, mehr für Ihre körperliche Fitness und Gesundheit zu tun als vielleicht jemand, der nur im Büro sitzt. Allerdings muss auch im Verkauf das Sortiment derart geändert werden, dass es zu der Jahreszeit passt. Sonnenbrillen im Sommer, Schirme und Halstücher wenn es kälter wird. Hier sind einmal 12 Berufe, die einem spontan einfallen, wenn man an Jobs denkt, die vom Wetter abhängig sind:

  • Paketzusteller:

Paketzusteller benötigen festes Schuhwerk und gute Nerven

Bei dem Paketzusteller handelt es sich um einen Beruf, für den man unbedingt wetterfest sein muss und für jede Situation von der Temperatur her oder dem Niederschlag gewappnet sein muss. Denn die meisten fahren mit einem Transporter und müssen diesen auch beherrschen bei glatteren Straßen oder heftigem Niederschlag, dazu müssen sie für die Zustellung an die Haustüren zu den Privathaushalten oder in die Geschäfte. Das kommt alles zu dem permanenten Zeitdruck in diesem Job, noch hinzu.

Taunus Zeitung: Wie bewältigt eigentlich ein Briefträger den Winter?

  • Briefträger:

Wenn der Postmann zweimal klingelt – ist es draußen kalt und dunkel

Die Briefträger sind ja entweder zu Fuß unterwegs oder mit dem Fahrrad, beides ist bei seifigem Untergrund durch Schnee oder gefrorenen Boden eine Gefahr und der Briefträger ist daher zu besonderer Vorsicht angehalten. Das Wetter kann also durchaus einem Postboten den Beruf erschweren, auch wenn es in der anderen Jahreshälfte auch mal schön sein kann. Doch viele fangen relativ früh am Morgen an, es ist manchmal sogar noch dunkel und noch kälter.

  • Ordnungsamt:

Das Ordnungsamt ist draußen bei Regen und Sonnenschein

Die nicht nur im Büro hocken und Akten abarbeiten, sondern vor Ort mit dem Bürger im Dialog und manchmal sogar im Streit sind, können zwar ab und zu mit etwas Glück auch in ein Auto steigen – aber nicht allen geht das so. Viele laufen ihre Kilometer, um für den Bürger da zu sein oder einfach nur um die Einhaltung der Gesetze zu gewährleisten. Da die meisten Dinge zum Beispiel die Bürgersteige oder die Parkplätze betreffen, geht es nun mal nicht anders und man muss aus bei jedem Wetter. Vielleicht würde auch etwas mehr Technik mit Videokameras auf öffentlichen Straßen die Arbeit etwas vereinfachen, aber das ist eine andere -politische- Diskussion.

Thüringer Allgemeine: Wetterjacken und dicke Hosen für das Ordnungsamt

  • Pizzaboten:

Pizza rund um die Uhr bei jedem Wetter

Egal wann man Hunger hat und man feststellt, dass man nichts mehr im Kühlschrank oder in der Tiefkühltruhe hat, wird doch eigentlich der Pizzadienst angerufen und der kommt dann mit seinem Roller oder Kleinwagen und bringt einem die lecker belegte Teigware. Auch für ihn (oder in seltenen Fällen auch mal sie) ist es wirklich nicht immer einfach, bei Wind und Wetter raus zu müssen – denn bei schönem Wetter gehen die Kunden vielleicht auch selber noch mal schnell abends um die Ecke für einen Imbiss und bei Graupeleschauer und einsetzender Dunkelheit vielleicht eher nicht. Der Pizzabote muss immer rein und raus, durch den Wechsel zwischen Außen- und Innentemperatur ist er auch ziemlich dem Wetter ausgesetzt und davon abhängig.

FOCUS: Lieferdienst will Rentiere als Pizzaboten nutzen

  • Feuerwehr:

Die Retter sind da egal welches Wetter

Ohne Zweifel sind unsere fleißigen Menschen von den Rettungsdiensten und der Feuerwehr absolut vom Wetter abhängig, bei so genanntem schlechten Wetter mit Eis, Schnee, Glätte oder Gewitter mit Blitz und Donner müssen sie raus und dann erst mal vor Ort schnell und besonnen handeln. Bei schönem Wetter gilt es, trotzdem die Konzentration hoch zu halten und hier passieren vielleicht mehr Unfälle oder Notsituationen unter freiem Himmel an der Badestelle, am und auf dem See oder bei sportlichen Aktivitäten. Im Grunde gibt es kaum ein Wetter, welches nicht auch potentiell Arbeit für die Feuerwehr, die Bergungsdienste oder die Krankenhäuser bedeutet. Aus diesem Grunde gilt mein allergrößter Respekt dieser gesamten Berufsgruppe und mein Wunsch wäre es wirklich, wenn hier für diese Menschen, die eben auch für andere Personen bedingt da sind, mehr Geld fließen würde!

Lesen Sie auch auf FunTas-World: Feuerwehr ruft und alle kommen

  • Winterdienst (!) :

Die Harten komm´ in den Garten – der Winterdienst auf die Straße

Also gemeint ist bei Winterdienst der allgemeine Beruf, mitten in der Nacht oder auch frühmorgens die Straßen vom Schnee zu befreien oder die Gehwege passierbar zu machen. Naturgemäß weiß man also, was einen erwartet wenn man sich bei der Straßenreinigung bewirbt für einen Job. Wetterabhängig heißt aber auch, dass zum Beispiel im Herbst der Laub von den Straßen geräumt werden muss oder nach einem Unwetter herabgefallene Äste von der Fahrbahn geholt werden müssen. Aber die härteste aller Disziplinen ist meiner Meinung nach immer noch der Winterdienst, wo man schon hartgesotten und vor allem warm angezogen seine Arbeit verrichten muss.

KOMNET: Frage zum Thema Warnkleidung beim Winterdienst und Straßenunterhaltung

  • Landwirt:

Egal welche Bauernregel greift – der Landwird muss raus

Bei Wind und Wetter muss auch der Bauer aufs Feld oder sich um seine Tiere kümmern, immer sehr früh aufstehen und der Witterung ausgesetzt – dabei ist der Beruf Landwirt schon mehr eine Berufung, man muss schon mit sehr viel Herz und Seele bei der Sache sein und die Natur lieben. Es ist ein harter Job, bei dem noch nicht einmal viel Geld bei herum kommt, aber er ist sehr wichtig und alleine schon durch die vielen Bauernregeln vom Wetter abhängig. Der Vorteil ist, dass die Bauern durch ihre Regeln schon lange vorher wissen, wie das Wetter werden wird – weil sie ja quasi direkt an der Quelle aller Weisheiten sind.

Proplanta.de: Richtige Bekleidung für Landwirte – Schutzfunktion und Funktionsvielfalt

  • Marktverkäufer:

Eier, Pflanzen, Fleisch, Gemüse – verkauft sich auch bei steifer Brise

Immer wenn in kleineren Ortschaften oder auch in den Bezirken der Städte Markt ist, dann ist es Zeit für die Marktverkäufer, in aller Frühe und bei buchstäblich Wind und Wetter ihre Ständer aufzubauen und ihre Waren anzupreisen. In die gleiche Sparte könnte man die Weihnachtsmärkte dann mit all ihren Helferinnen und Helfern bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählen – allerdings freuen sich wohl immer sehr über richtiges winterliches Wetter mit viel Schnee. Denn dann steigt auch die Stimmung der Besucher und somit der Umsatz. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass ein sehr warmer Winter nicht die richtige Atmosphäre schafft und die Notwendigkeit für Glühwein, sodass sich dann vielleicht eher die etwas unpassenden Fahrgeschäfte freuen und sich der Umsatz etwas verlagert. Aber auch die Marktverkäufer, die am Dienstag, Mittwoch und Freitag wie selbstverständlich ihre Pforten öffnen für interessierte Kunden, müssen sich vorher über das Wetter informieren und darauf einstellen.

gesundheitsfrage.net: Marktverkäufer: trotz warmer Kleidung eiskalte Füße, was kann ich tun?

  • Flyerverteiler:

Gibt es auch morgens Nebelschleier, in die Hand muss der blöde Flyer

Vor allem in den Fußgängerzonen und vor belebten Bahnhöfen sind diese Spezies anzutreffen und egal was man von ihnen nun hält oder wie störend sie manchmal sind, sie passen in dieser Thematik der Wetterabhängigkeit hinein. Denn bei strömenden Regen oder brütende Hitze sind die Bedingungen für die Arbeit anders, als bei normalem Durchschnittswetter. Hier sind die Passanten für äußere Einflüsse empfänglicher und die Flyerverteiler dürften einen größeren Absatz pro Stunde verzeichnen als wenn jeder mit dem Schirm in der Hand aufpassen möchte, nicht nass zu werden. Da man als Flyerverteiler nicht einfach in ein Shopping-Center gehen kann ohne vorherige Anmeldung, muss man sich den Gegebenheiten anpassen und notfalls einen Platz suchen, der auch von der Witterung her neutral gestaltet ist.

  • Schausteller:

Der Rummel macht gar vielen Spaß, doch manchmal wird man da auch naß

Jeder war schon mal auf einem Rummel oder auf einem Volksfest, dem Jahrmarkt oder es auch immer heißen mag und zunehmend sind auch die Weihnachtsmärkte ein bisschen wie ein Rummel und egal zu welcher Jahreszeit – die Schausteller sind immer in einem anderen Auto oder Bezirk, müssen sich im Normalfall bei jedem Wetter dem Kunden zur Verfügung stellen und habe natürlich weniger Einnahmen bei schlechtem Wetter. Da es aber scheinbar so ist, dass man noch nie für eine ausreichende Überdachung im Notfall gesorgt hat, überlegen die Gäste natürlich vorher, ob sie trocken bleiben von oben oder nicht und bleiben bei riskantem Wetter lieber zu Hause oder bevorzugen eine Tätigkeit im Hause. Bei einem heranziehenden Sturm aber müssen sich die Schausteller über die aktuelle Wetterlage jederzeit informieren, notfalls muss von Amts wegen das Volksfest geschlossen werden, wie es auch schon in den vergangenen Jahren vor einiger Zeit war.

  • Fußballer:

Fußballprofis stehen auch manchmal im Regen, im Konfettiregen

Einige sagen ja, Fußballer ist kein richtiger Beruf – aber ein Profifußballer muss sich bei Arbeitslosigkeit auch entsprechend rückversichern und sich an die zuständigen Behörden wenden und deshalb kann man bei einem Profifußballer auch davon sprechen, dass sein Beruf das Fußball spielen ist. Das passiert zwar nach Meinung einiger kritischer Fans nicht immer in allen Fällen, aber der Arbeitnehmer ist dann wohl mit seinem Trikot auf dem Fußballplatz und geht mehr oder weniger richtig seiner Arbeit nach. Außer in einigen Stadien ist er auch stark dem Wetter ausgesetzt und muss sich auch noch mindestens 90 Minuten lang bewegen, es kann bei großer Hitze bzw. vorher Feuchtigkeit schon zu einem Problem werden genauso wie bei starkem Regen oder winterlichen Bedingungen. Auch darum ist es wichtig, körperlich und mental eine gewisse Fitness an den Tag zu legen, um möglichen grippalen Infekten vorzubeugen. Das gilt übrigens hier auch für alle aufgeführten Berufe, dass die Menschen sich hier auch entsprechend vorbeugend verhalten mithilfe von Sport und gesunder Lebensweise.

Tipps und Tricks für das Training im Freien und somit bei Wind und Wetter gibt ein lesenswerter Artikel auf 1x1sport.de mit den Themen Unterkühlung, erhöhtes Verletzungsrisiko, die Atmung und eben auch die richtige Bekleidung bei eisigen Temperaturen. Fans sollten sich eher einen meiner anderen Artikel zu Herzen nehmen und sich warm anziehen: 10 Mittel um sich vor Kälte draussen zu schützen

  • Müllabfuhr:

Ob Hagelschauer oder starke Sonne, geleert wird immer jede Tonne

Wir Deutschen verbrauchen sehr viel, darum heißen wir auch Verbraucher und produzieren leider immer noch viel zu viel Abfall, der muss von der Müllabfuhr abgeholt und beseitigt werden. Dies passiert meist lautstark und für alle hörbar in aller Frühe, aber dafür geht das auch alles zuverlässig über die Bühne und die Müllabfuhr kommt bei jedem Wetter und holt alles ab. Dabei hat derjenige, der sich immer hinten bei den kurzen gefahrenen Strecken festhält, den Nachteil weil er immer die Tonnen rollen muss und ausleeren, während der Fahrer in seinem Auto sitzen bleiben darf und nur im Notfall aushilft. So nimmt man das jedenfalls als Bürger war und stellt fest, dass auch dieser Beruf in der Abfallbeseitigung stark wetterabhängig ist und sowohl bei Hitze als auch bei Kälte und ungemütlichem Regen oder Nebel ausgeführt werden muss.

Der Tagesspiegel schreibt in einem großen Artikel ebenfalls über einige Berufe im öffentlichen Raun und thematisiert das Problem mit der Diversität bei der Bekleidung: Bei der Berliner Stadtreinigung hat man einen Bekleidungskatalog. Die ausreichende Verfügbarkeit der Bestandteile wurde nach entsprechender Ausschreibung mit den Zulieferern durch langfristige Planung sichergestellt, so BSR-Sprecher Bernd Müller. Für die rund 1800 Winterdienstkräfte und die 1000 Mitarbeiter der Müllabfuhr gibt es Winterjacken mit wärmendem Futter, Sicherheitshosen, Wintermützen und spezielle Handschuhe. Kraftfahrer beispielsweise auf den Streufahrzeugen erhalten funktionale Winterwesten.

Wetterbezogene Jobs, auf die reagiert werden muss

Bei allen Berufen, die eine unmittelbare Reaktion bei Veränderung der Wetterlage erfordern, sieht das schon anders aus: Bei Straßendiensten, der Flugsicherung, Feuerwehr, Polizei und Bahnbediensteten werden normalerweise sofort Dienstpläne geändert und die Nacht- und Tagesschichten überarbeitet. Das kann auch mal sehr schnell bei einem Unwetter oder Gewitter der Fall sein. Daher ist zum Beispiel auch die Flugsicherung betroffen und in der Folge und Schwere der Beeinflussung vom Wetter auch alles, was damit zusammenhängt.

Darum sollten Berufe, bei denen man dem Wetter ausgesetzt ist, besser bezahlt werden

  • Zusätzliche Kosten in der Apotheke bei Erkältungen etc – auch Vorsorge wie Vitamine zählen hierzu
  • Kleidung, sofern nicht gestellt, muss für alle Wetter wählbar sein – festes Schuhwerk, Kopfbedeckung
  • Höhere Leistung bei Wind und Wetter zu arbeiten als drinnen – Argument spricht für sich
  • Durch Hitze oder Kälte höhere körperliche Belastung – mehr “Arbeit” für das Immunsystem
  • Oft sind es Jobs mit Schichten und einer hohen Flexibilität – erfordert zusätzliche Motivation

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