Workday – Werbung kann auch negativ sein

Das Unternehmen Workday hat es aus meiner Sicht mit der Werbung deutlich übertrieben und somit löst bei mir der Spot negative Gefühle aus, obwohl ja eigentlich das Gegenteil erzielt werden soll.

Warum? Die Werbung von Workday ist viel zu oft im TV zu sehen, die Frequenz ist derart hoch, dass ich den Fernseher entweder schnell leise stelle oder die Fernbedienung meines Decoders nutze, um meine digitale Aufnahme per schnellem Vorlauf fortzusetzen.

Es liegt aber auch daran, dass das Wort “Workday” penetrant oft eingesetzt wird, was sicherlich dazu führen soll, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer sich das schnell einprägen – aber wenn es anfängt zu nerven, dann ist auch niemand geholfen.

Insgesamt bin ich also etwas erschrocken ob der Einfallslosigkeit eines Unternehmens, welches sich ja auch im Bereich Innovation zu Hause fühlen sollte und ob die Macher der Workday-Werbung das aushalten würden, sich 20-30 Mal am Tag diesen Spot anzutun, bezweifle ich mal.

DrückGlück TV Werbespot Lucky Day drücke ich weg

Die “DrückGlück”-Werbung ist derzeit die mit Abstand schlimmste Quälerei, die uns die TV-Anstalten zwischen Sportereignissen, Filmen oder Shows meinen, präsentieren zu müssen. Wenn immer es geht, schalte ich per Fernbedienung sofort auf leise und ich kann mir auch nicht erklären, warum bei eurosport, sport1 oder sonstwo dieser einfältige Spot so oft laufen muss.

Bei mir löst er nichts positives mehr aus, da sitzen irgendwo Leute, denen das egal ist und die Werbung wird bis zur Kotzgrenze permanent ausgestrahlt und scheinbar merkt niemand, dass das einfach zu viel ist. Was denken wohl die Werbemanager, ab welcher Frequenz man den Fernseher aus dem Fenster schmeißt oder einfach aufhört, bestimmte Sendungen zu gucken? Das wirkt dann schon fast unsauber, mindestens aber unseriös. Eine gute Werbung muss sich nicht so oft wiederholen und bleibt eben auch ohne im Kopf drin, so dass man das Produkt nutzen könnte.

Was hat man sich früher zum Beispiel über das Lied “Like Ice In The Sunshine” gefreut, ja genau – der Langnese-Song vor Kinofilmen, das war der Klassiker mit toller Optik und gutem Sound. Und jetzt wird einem so ein Rotz vor die Füße geworfen und die Verantwortlichen sowohl von “DrückGlück” als auch der TV-Sender freuen sich ein Loch in den Bauch, weil man wieder erfolgreich Werbeminuten unters Volk gebracht hat. Aber die Zuschauer wenden sich immer mehr ab, schalten so wie ich den Ton ab egal was da kommt an Werbung oder sind geistig abwesend.

Jedenfalls tut man sich keinen Gefallen damit und es zeigt einmal mehr auf, wie ideenlos die Fernsehmacher bei den Werbeformaten geworden sind. Wie Beamte nicken sie alles ab, was da kommt und so fühlen sich auch Unternehmen kaum motiviert, spritzige oder gar einfallsreiche Werbung zu produzieren. Dann macht mal alle so weiter und verabschiedet Euch nach und nach von Euren aktiven Zuschauern, irgendwann läuft alles nur noch ohne Ton durch und nebenbei beschäftigt man sich mit anderen Dingen.

#GoSpring-Werbung ist ein guter Schuss!

Endlich mal wieder eine Werbung, die witzig, frisch und kurzweilig ist. Da schaut man gerne zu und GoSpring bringt in dem Spot auf erfrischende Art und Weise die “Sache” auf den Punkt. Jeder erkennt sofort, dass es um Erektionsprobleme geht und mit dieser speziellen Prise Humor bleibt die Werbung auf jeden Fall im Hinterkopf oder ein paar Etagen tiefer.

An der GoSpring-Werbung könnten sich mal einige andere Firmen eine große Scheibe abschneiden, wo man nur einfach angeblökt wird und man in der Folge den Ton leiser dreht bzw. alternativ die Glotze ausmacht. Die Story mit dem schlaffen Geschütz sorgt dafür, dass das Unternehmen positiv in Erinnerung bleibt. Herzlichen Glückwunsch dazu, GoSpring und man darf wirklich aus vollem Herzen viel Erfolg sowie weitere so tolle Ideen wünschen im sonst so tristen, lauten, stumpfen Brei in der Werbung.

Wie kann ich Werbung vorspulen?

Viele Zuschauer sind zunehmend genervt von der Werbung, die in immer größerem Umfang Raum im Fernsehen einnimmt. Um diese zu umgehen, gibt es natürlich die Möglichkeit, das Zimmer zu verlassen, sich einer anderen Beschäftigung zu widmen oder eben genervt die Kiste ganz auszumachen. Aber man kann natürlich auch die Werbung vorspulen.

Vorspulen, die Werbung? Das wurde zuletzt unter einem Kommentar einer Meldung gefragt. Scheinbar ist das also gar nicht so bekannt, dass man wie früher auch mit externen Geräten in Form von Videorekordern für VHS oder auch Video2000 Sendungen aufnehmen konnte. Dies geht heutzutage im 21. Jahrhundert immer noch, nur das sind mittlerweile digitale Recorder, die zum Beispiel auch zusätzliche Sender empfangen wie Sky.

Man sollte also gleich darauf achten, dass der Decoder das kann oder alternativ ein digitales Aufnahmegerät zwischenschalten. Wenn man dann die Aufnahme aus ARD, ZDF, RTL, SAT1 oder Pro7 aufgenommen hat, ist ein Vorspulen bei den “Privaten” mit SD-Qualität möglich und bei den öffentlich-rechtlichen Sendern auch in HD. Manchmal geht das auch bei anderen Sendern in HD, aber das sollte man testen.

Dadurch besteht zum Beispiel die Möglichkeit, eine um 20 Uhr 15 beginnende Show ab 21 Uhr als Aufnahme im TV zu schauen und bei Vorspulen der Werbung ist man um 23 Uhr circa auf der gleichen Höhe wie das Oriiginal oder man schaut komplett die Aufnahme und spult digital nach Beginn der Reklame bis zum Ende, guckt dann weiter wie gehabt. Es ist also ganz simpel, Werbung vorzuspulen und somit die Werbung zu umgehen.

Beginner gegen Gewinner gegen Werbung

ProSieben hat mit der Show “Beginner gegen Gewinner” einen ganz guten Start hingelegt, im Ursprung war diese leicht abgewandelt schon einmal in der “besten Show der Welt” Bestandteil und hat aber auch als Auskopplung über einen ganzen Abend funktioniert.

Joko Winterscheidt wandelte also diesmal auf Solo-Pfaden und meisterte den Abend ganz gut – die Aufzeichnung litt allerdings sehr unter den vielen Unterbrechungen durch Werbung. Zwischen den ganzen Werbespots ging es in der Show “Beginner gegen Gewinner” darum, dass Menschen in einer Disziplin, in der ein vermeintlicher Favorit König ist, durch ein Handicap gleiche Chancen für einen Wettbewerb gegeneinander erhält.

So muss zum Beispiel Tischtennis-Superstar Timo Boll statt mit einem Tischtennisschläger mit einer Bratpfanne gegen seinen Gegner antreten oder Ruth Spelmeyer muste ihre Disziplin statt in normaler Sportbekleidung in einem barocken Kostüm absolvieren. Ein Highlight gab es am Schluss, als Joko den Einspielfilm zeigte mit seinem Rennen gegen Nico Hülkenberg und er durch den Sieg noch eine weitere Siegprämie für das Finale erspielen konnte.

Der einzige Wermutstropfen zog sich dann allerdings durch die ganze Show von “Beginner gegen Gewinner” – die viele Werbung und vor allem auch der Zeitpunkt. Gefühlt und wohl auch in der Realität gab es wirklich nach oder vor jedem Duell eine mehr oder weniger kurze bzw. lange Unterbrechung. Produkte, Trailer und Kaufhinweise am laufenden Band – nicht wenige dürften entnervt irgendwann abgeschaltet haben. Das kann an der Fernbedienung passiert sein oder im Kopf – aber bei so viel Werbung gerade zu Beginn ist das ein hohes Risiko, zumal es ja nicht live war und ab 23 Uhr ein Boxkampf auf RTL wartete.

Zieht man die Werbung aber ab, kann sich aus der Show “Beginner gegen Gewinner” durchaus etwas Positives entwickeln. Denn auch die wechselnden Promis auf der Couch als auch die Sportler wie zum Auftakt auch der ehemalige Herthaner und Nationalspieler Arne Friedrich werden gut in die ProSieben-Show mit einbezogen und es gab teils witzige Dialoge. Eine umfangreichere Kritik gibt es nochmal unten im Link von Quotenmeter.

Quelle: Quotenmeter