Sa. Mai 15th, 2021

Fußballeuropameisterschaften im Fernsehen

Alle zwei Jahre im Sommer ist Fernsehdeutschland gespalten. Die eine Hälfte sitzt ausgestattet mit Fanschals und Bier vor der Mattscheibe oder beim Public Viewing im Partyzelt und guckt Fußball, die andere nicht. Zu diesen Zeiten stehen nämlich die Fußballweltmeisterschaften oder die Fußballeuropameisterschaften an. Auch im Sommer 2008 fand eine Fußball-EM statt und die Fußballnation Deutschland traf sich vor dem Empfangsgerät. Für die Fernsehanstalten war die Fußball-EM in Österreich und der Schweiz natürlich auch wieder ein Höhepunkt. Das äußerte sich auch wieder am Jahresende, als die Sendungen mit den meisten Zuschauern der abgelaufenen zwölf Monate bekannt wurden.

Die EM 2008 in Österreich und der Schweiz

Im Januar 2005 hatte die UEFA die europäischen Fernseh-Übertragungsrechte für die EM 2008 an den Sportrechtevermarkter Sportfive ausgegeben. Eine ausschlaggebende Bedingung war, dass der Großteil der Spiele in offen empfangbaren Sender zu sehen sein sollte. Im Sommer 2007 konnten sich die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF mit dem Vermarkter Sportfive einigen. Für 115 Millionen sicherten sie sich die Rechte. Die beiden öffentlich-rechtlichen Kanäle sorgten somit weiterhin dafür, dass die Fußball-EM in Deutschland im frei empfangbaren Fernsehen lief. Mehr war auch nicht möglich, da die letzten Partien in den vier Vorrundengruppen jeweils zeitgleich ausgetragen wurden. Die Spiele der deutschen Mannschaft teilten sich die beiden Fernsehanstalten untereinander auf. Die ARD übertrug das dritte Vorrundenspiel sowie das Viertelfinalspiel und Finalspiel. Das ZDF erstattete Bericht von den beiden anderen Vorrundenspielen und dem Halbfinale der deutschen Mannschaft. Verständlich, dass die TV-Sender weder Kosten noch Mühen scheuten, die Spiele dem Anlass entsprechend, pompös vorzubringen. Alle größeren Kanäle konnten sich der EM nicht verschließen und berichteten ausgiebig. Doch live wurde der Ball nur bei ARD und ZDF gerollt.

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Im Pay-TV-Sender Sky wurde die Fußball-EM ebenfalls teilweise übertragen. Hier konnten sich die Zuschauer dann auch für die vier Spiele entscheiden, die von den Öffentlich-Rechtlichen nicht übertragen wurden. Der Privatsender Eurosport zeigte zudem Wiederholungen der Spiele. Wegen der schier flächendeckenden Übertragung bei ARD und ZDF allerdings verloren die Pay-TV-Rechte enorm an Wert. Viel Exklusivität blieb da nicht übrig. Insgesamt begleiteten in der ARD und im ZDF drei unterschiedliche Kommentatoren die Spiele. Die drei Spiele, die vom ZDF übertragen wurden, moderierte Bela Rethy. Die übrigen drei Spiele in der ARD wurden von zwei Männern am Mikrofon kommentiert. Steffen Simon, der Sportchef vom Rundfunk Berlin-Brandenburg, war für das Viertelfinalspiel Deutschland Portugal zuständig. Tom Bartels gebührte die große Ehre das EM-Finalspiel stimmlich zu untermalen.

Bei der EM in Portugal 2004 arbeiteten ARD und ZDF ebenfalls eng zusammen und teilten sich vor Ort die Schnittplätze, Studios und übrigen Einrichtungen, ebenso wie die Senderechte. Was im Übrigen bei der EM nicht sonderlich schwer fiel, denn schließlich wurden am Ende alle Höchstwerte für diese Veranstaltungen gebrochen, und das nicht nur im Fernsehen. Erstmals wurde die Berichterstattung der Fernsehanstalten auch ausführlich im World Wide Web angeboten. ARD und ZDF präsentierten ein ausführliches und geordnetes Online-Angebot. Zum Angebot gehörten Tabellen, Liveticker oder detaillierte Informationen zu allen Gruppen. Nach nur wenigen Klicks schwirrten die EM-Highlights und Interviews in Bewegtbildern auf dem Bildschirm. Zudem wurde auf beiden Webseiten auf Bestandteile des Angebots der Fernsehsender zurückgekommen. So gab es auf der Website der ARD Chats mit dem Moderatoren Gerhard Delling und Günter Netzer. Hier konnte man zum ersten Mal bei einer EM direkt mit den Experten interagieren. Eine weiter steigende Bedeutung von Experten für die Berichterstattung von Fußballereignissen war bereits bei der EM 2000 in Belgien und den Niederlanden zu erkennen. Expertengespräche kamen etwa beim Bezahl-Sender Premiere auf 30 Prozent Marktanteil.

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Der zu vergebende Pokal bei Fußballeuropameisterschaften

Der Henri Delaunay Pokal ist die Trophäe der Fußballeuropameisterschaft, die seit den 60er Jahren an das Team vergeben wird, welches das Tournier gewinnt. Der mit Silber überzogene Pokal wurde von Arthur Bertrand konzipiert. Er wiegt circa zehn Kilogramm und misst in der Höhe 42,5 Zentimeter. Betitelt wurde er nach Henri Delaunay, dem ersten UEFA-Generalsekretär und Erfinder der Fußballeuropameisterschaft. (Gastbeitrag für © FunTas-World.de)

Der Pokal zur Fußball EM 2012
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