Di. Jan 21st, 2020

FunTas World

Magazin aus Berlin @ Musik, Medien & Sport

Wenn Frauen Fußball spielen

3 min read

wie jetzt zum Beispiel bei der Frauen-Fußball-WM 2011 in Deutschland, bedeutet das eben auch wirklich SPIELEN und nicht nur Kratzen, Beißen, Spucken oder GrĂ€tschen (das Video stellt natĂŒrlich eine Ausnahme dar). Und durch die Nase gerotzt wird beim Ballett. Viele haben das Vorurteil, dass dies unattraktiv sein wĂŒrde oder sogar, dass Frauen generell keine Ahnung vom Fußball haben (“Eine verhĂ€ngnisvolle AffĂ€re”) – was es aber nicht ist.

Die Damen legen meines Erachtens mehr Wert auf taktische Vorgaben, Pass-Spiel  und Laufarbeit und speziell bei den Spielen der deutschen Nationalmannschaft fĂ€llt auf, dass sie konditionell sehr stark trainiert haben mĂŒssen. Dadurch weisen “die MĂ€dels” von Trainerin Silvia Neid zum Ende hin Vorteile auf und können ein gegnerisches Team auch mĂŒrbe spielen. Sind Frauen weniger aggressiv als MĂ€nner?

In der Vermarktung haben Nadine Angerer, Birgit Prinz, Fatmire Bajramaj oder Alexandra Popp natĂŒrlich auch dazu gelernt, lĂ€ngst prĂ€sentieren sie sich gerne in Talk-Shows, Werbe-Spots oder Kalendern mit ihren optischen Reizen, die sie einzusetzen wissen. Allerdings Ă€ußerte sich jetzt kurz vor der WM Nationalspielerin Martina MĂŒller und zeigte kein VerstĂ€ndnis fĂŒr Playboy und Schminke, wie sie jetzt per dpa zitiert wurde. Und so darf auch ein WM-Song 2011 nicht fehlen: Marta Jandova singt “Sister hit the goal”.

Sexy Soccer Girls, so spielt man nackt Fußball

Aber wie machen es die Frauen mit dem Trikot-Tausch? Spielen die Frauen schlechter, wenn sie ihre Tage haben? Was tragen Frauen unter Trikot und Hose? – Diese und andere Fragen beantwortet das Frauen-Fußball-Versteher-Fachblatt HIER.  Insgesamt kommt die Mannschaft sehr sympathisch rĂŒber, nur die Trainerin wirkt manchmal etwas kĂŒhl und distanziert mit einem autoritĂ€ren FĂŒhrungsstil, der eher der Vergangenheit angehört. Hier eine schöne Zusammenfassung einiger Spiele und Tore im Frauenfußball – Stars und Tore

Meinen Beobachtungen nach wird trotzdem schneller der Abschluss gesucht und es kommt daher mit einer grĂ¶ĂŸeren Wahrscheinlichkeit zu Ecken in engeren Spielen, als bei den Herren. Oder auch mal zu Gaga-Elfern. Der Durchschnitt in der Herren-Bundesliga sind in etwa 9-11 Ecken, mal so als Richtwert, wenn man das mal wĂ€hrend der WM 2011 mitzĂ€hlen möchte. Ich rechne hier aber mit einem Ă€hnlichen Wert, da in internationalen Wettbewerben ab einem bestimmten Zeitpunkt auch taktisch gespielt wird und nicht wild einfach rein das Ding. Damen-Fußball macht wirklich Spaß, zuzuschauen, weil nicht so viel gefoult wird und so ein besserer Spielfluß ermöglicht wird und daher wĂ€re es fast schon unfair, hier die Damen gegen die Herren auszuspielen.

Die Projektleiterinnen der WM-Studien der UniversitĂ€t Hohenheim Jeanette Loos und Sabine Schwarz stellen fest, dass “gerade einmal jeder Vierte an der WM stark interessiert ist.” – was in meinen Augen normal ist, denn der dort angemerkte “Kournikova-Effekt” –also sich fast alleine durch die Optik zu vermarkten- kann hier nicht stattfinden und ich bin mit den Projektleiterinnen der Meinung, dass man nicht den Fehler machen sollte, MĂ€nner- und Frauen-Fußball miteinander zu vergleichen oder gar die Weltmeisterschaften 2006 und 2010 als irgendeinen Maßstab zu nehmen. Ob aber zum Beispiel so ein Fehler passiert wie hier beim Handspiel im Spiel der Damen Australien – Äquatorialguinea (YouTube), sei dennoch mal dahingestellt.

(Visited 26 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentare werden durch WP-SpamShield Anti-Spam geschĂŒtzt

Copyright © All rights reserved. | Newsphere by AF themes.