Nach Weihnachten ist auch vor Weihnachten

Wie bei einem Ballon, aus dem man nach dem Aufblasen die Luft heraus lässt, verhält es sich manchmal an Weihnachten. Innerhalb der Adventszeit wird mit Pauken und Trompeten, also dem maximal möglichen Aufwand, der Ballon fast bis zum Platzen gebracht und die Menschen sind endlich froh, wenn das Fest losgeht. So werden wochenlang vorher schon die Geschäfte nicht nur samstags unsicher gemacht, damit auch wirklich nichts vergessen wird und es keinen Streit bei den Geschenken gibt.

In manchen Fällen wurde sogar noch ein Heiligabend losgezogen, um noch letzte Reste an Nahrungsmitteln bei den Discountern aus den Regalen zu kratzen oder schnell an der Tanke ein Geschenk zu holen – egal was. Das kann eine Flasche Wein sein, irgendein Buch oder auch Pflanzen, die dort herumstehen. Alles ist besser als mit leeren Händen zu erscheinen, Weihnachten kommt auch immer urplötzlich und ohne Ankündigung. Das ist dann meistens auch das Thema, über das man sich am Festtage unterhält und am Ende müssen wohl alle über sich selbst lachen.

Aber nach Weihnachten ist eben auch vor Weihnachten und darum kann es durchaus sinnvoll sein, in der Zukunft sich nicht so einen Stress zu machen wegen der Geschenke oder wegen eventuell fehlendem Geld. Denn jeder kann, egal wie die Einkommensverhältnisse sind, sich zehn Euro beiseitelegen und jeden Monat sparen. Das wären dann 120 €, die einem Anfang Dezember des nächsten Jahres zur Verfügung stehen würden und damit kann man schon eine ganze Menge anfangen. Daher mein Tipp: schon so früh wie möglich beginnen, sich ein klein wenig Geld für sich selbst oder für Geschenke beiseite zu legen – dann würde es nicht wirklich eng, wenn es darauf ankommt.

Eine andere Möglichkeit, beim Einkauf zu sparen ist das rechtzeitige besorgen des Weihnachtsschmucks – und das bedeutet im Zweifel schon zwei Tage vor Heiligabend, wenn die Schilder mit den Produzenten über der Ware hängen oder direkt nach Weihnachten, wenn alles nur noch die Hälfte oder noch weniger kostet. Diesen Schmuck, diese Kerzen, dieses Geschenkpapier kann man ja wohl problemlos in eine kleine oder große Kiste schmeißen und für das nächste Jahr aufbewahren. So kann man auch Geld sparen und vor allem Dingen für das nächste Jahr die Nerven.

Um sich nicht so ganz dem Stress hinzugeben, kann man bei rechtzeitiger Planung auch schon die Sonntage am Advent beginnen, kleine Treffen vorzubereiten und eben das zu tun, was man auch wirklich selber möchte. Der Vorteil wäre, man kann gleich zusammen einkaufen gehen und hat ein tolles Erlebnis zu zweit, zu dritt oder mit der ganzen Familie und anschließendem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt. Der hat nämlich oft direkt an Heiligabend schon zu, weil die Beschäftigten dort auch gerne in Ruhe im Kreise ihrer Liebsten oder der Familie feiern möchten. Also: die Vorweihnachtszeit nutzen, nicht nur zum Einkaufen – sondern auch um sich mit Freundschaft zu treffen um sinnvolle Dinge zu tun.

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Nachdem man also rechtzeitig anfängt, kleinere Geldmengen für Weihnachten zurückzulegen und man die Weihnachtsartikel in einer Kiste aufbewahrt hat, die reduziert kurz vor oder kurz nach Weihnachten verkauft wurden, könnte man noch daran denken, sich etwas Schönes zum Ankleiden zu besorgen. Auch hier, Kleider machen Leute – aber Kleider machen auch Kosten und die gilt es zu reduzieren, durch rechtzeitiges kaufen oder pfiffige Kombinationen aus vorhandenen Kleidungsstücken. Auch hier gilt, je früher man sich darum kümmert, umso besser und möglicherweise günstiger wird es auch.

Weihnachten soll ja im Großen und Ganzen Spaß machen, es soll dazu führen das die Familie zusammenkommt und eben nicht der ganz große Stress im Dezember über einen kommt. Ich bin sowieso der Meinung, wer sich das in dieser Form diktieren lässt, wen man wann und ob man ihm oder ihr erst an Weihnachten etwas schenkt, der ist eh nicht mehr zu retten. Schenken soll auch Freude machen, das kann auch durch eine Kleinigkeit zwischendurch oder eine Überraschung im ganzen Verlauf des Jahres passieren. Manchmal läuft man Straßenfesten oder Flohmärkten und sieht etwas Schönes, das zu einer anderen Person passt. Man holt es sich einfach und gibt es weiter, auch das ist vielleicht eine Möglichkeit, um schon den nächsten Einkauf Stress zu entkommen.

Man kann sich also ein kleines Regal Zuhause einrichten mit entsprechend großen Boxen, wo man im ganzen Jahr überall etwas hinein tut zum Verschenken oder auch einen Zettel mit einer tollen Idee, so fängt man nicht erst im Winter an, wenn das Wetter schlechter wird und die Straßen eisig, in den Geschäften zu suchen. Vieles kann man auch auf Reisen kaufen und sich inspirieren lassen von anderen Kulturen, abseits von Parfüm, Krawatte und etwas zu naschen kann es auch unheimlich spannend sein sich in andere hinein zu übersetzen und zu überlegen, was der anderen Person gefallen könnte. Machen Sie sich also nicht zum Sklaven der weihnachtlichen Idee, blocken sie alle Verlockungen ab und denken Sie rechtzeitig an die schöne Zeit und nicht erst, wenn man Mütze, Schal und Handschuh aus den Schränken holt und die Sommerkleidung in die Kiste.

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Das mit dem rechtzeitigen Geld beiseitelegen geht ja im Grunde genommen auch für Geburtstage, kleinere Feierlichkeiten und Anlässe anderer Art – hier sollte man für diese Zwecke immer einer Extra-Kasse haben, aus der man sich selbst bedienen kann. Dann kann man vielleicht auch selbst die festlichen Tage von anderen und bei anderen mehr genießen. Viele denken ja, wenn man die Geschenke per Versandhandel bestellt, lebt man ruhiger. Aber hier warten auch viele Fallstricke, die Bestellung kann schief gehen, der Lieferant findet die Adresse nicht oder die Ware ist schlichtweg fehlerhaft und man kommt in Schwierigkeiten wegen dem Termin. Auch hier macht es viel mehr Spaß, statt im Internet zu bestellen die Ware gleich im Geschäft anzuschauen und im Zweifel gleich zu reklamieren. Das verschenken fängt nämlich auch schon bei den Gedanken hierzu an und geht zum Einkaufserlebnis an sich – ich hoffe, ich konnte hier mit einigen kleinen Tipps ein wenig weiterhelfen und für etwas mehr Lebensfreude sorgen. Denn: nach Weihnachten ist immer vor Weihnachten und was gibt es schöneres als sich dem Stress zu entziehen und der Masse ein Schnippchen zu schlagen.

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