Mi. Dez 11th, 2019

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Magazin aus Berlin @ Musik, Medien & Sport

Metallica rockt in Berlin den Regen weg

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Das Olympiastadion in Berlin bot sich mal wieder an als Gastgeber f√ľr eine der gr√∂√üten Heavy-Metal-Bands aller Zeiten: Metallica gab sich mal wieder in der Hauptstadt die Ehre und stellte einmal mehr die Akustik der Heimspielst√§tte von Bundesligist Hertha BSC auf eine harte Probe.

Es bot sich an, als Besitzer einer Innenraumkarte f√ľr immerhin 98,20 Euro rechtzeitig vor Ort zu sein und so traf man sich bereits um 16 Uhr. Nach einem Bier drau√üen ging es dann auch schnell und z√ľgig durch die Einlasskontrollen, Bier drinnen von einem mobilen Verk√§ufer bietet sich nur bedingt an – ganz so perfekt war da der Becher mit dem Metallica-Logo nicht gef√ľllt. Danach also rein und den Innenraum erobern, man konnte sogar noch in eine n√§here Zone, in die man sp√§ter nur noch mit B√§ndchen kam, hinein und war so noch n√§her dran am Geschehen.

W√§hrend sich der Himmel weiter verdunkelte, startete um 17:45 Uhr die Vorband Bokassa und nach einer Pause ging es im Programm mit der Band “Ghost” weiter, beide waren so einigerma√üen okay – aber steigerten eher die Vorfreude auf Metallica, um es mal vornehm zu formulieren. Genau so sieht das auch der Rock-Blog “Kalle-Rock” und umschreibt das so: “Konnte man mal mitnehmen, aber h√§ngen geblieben ist mir da nicht wirklich was.” und zu Ghost: “B√ľhnenshow bzw. Aufbauten waren ganz interessant, auch der Einsatz von Feuer und Nebel war ganz in Ordnung, aber gesanglich war das ein Reinfall. Selbst der Himmel musste bei dem knapp einst√ľndigen Auftritt heulen” – und der Regen wurde punktuell mal st√§rker, dazwischen auch mal schw√§cher. Als Metallica gegen halbneun die B√ľhne betrat, regnete es in Str√∂men.

Trotzdem war die Freude gro√ü, als die ersten Kl√§nge der Hardrocker zu h√∂ren waren, wenn auch im Olympiastadion nicht auf allen Pl√§tzen von einer guten Akustik zu sprechen ist. Damals sa√ü ich bei Guns¬īn¬īRoses im Oberring und war absolut entt√§uscht, jetzt aber im Innenraum war der Sound von Metallica durchaus okay und so folgten zwei Stunden Dauerbeschallung ohne viel Langeweile. Die US-Rocker legten gleich mal mit “Hardwired” los, lie√üen “The Memory Remains” folgen und hatten so nat√ľrlich die Fans im fast ausverkauften Rund der olympischen Sch√ľssel sofort in der Hand.

Die Mischung aus alten wie neuen Songs kann man als gelungen bezeichnen, auch wenn der megaharte Funke nicht so richtig √ľberspringen wollte. Die Meute gr√∂lte mit, lie√ü die eine oder andere Matte durch die Luft wirbeln – aber ekstatisch gefeiert wurde nicht und man schien das Ganze eher einfach “nur” zu genie√üen. Nach gut einer Stunde h√∂rte es auch auf zu regnen und ein bisschen besser wurde dann auch scheinbar die Laune. Die Stimmung war aber bei den Metallica-Klassikern wie “The Unforgiven”, “Sad but True” oder “One” naturgem√§√ü spitze und auch beim letzten regul√§ren Hit “Seek & Destroy” machte das Publikum h√∂rbar mit! Bei der Zugabe wurde auch noch einmal ordentlich abgeliefert mit unter anderem “Nothing Else Matters” und dem Metallica-Top-Hit “Enter Sandmann”. So war alles in allem der ganze Abend im Olympiastadion ein gelungener Mix, bei dem S√§nger James Hetfield Song auf Song unter Einsatz von Leinwand, Laser und Feuerwerk gut performte.

Der Bassist Robert Trujilo hatte noch eine besondere √úberraschung f√ľr die Berliner Zuschauer parat, mit dem Rammstein-Song “Engel” erinnerte er akustisch an das Konzert von vor zwei Wochen, als Rammstein hier an gleicher Stelle vor ausverkaufter H√ľtte ein gro√ües Event mit noch etwas besserer Akustik hinzauberte.

Aber auch die “WorldWired Tour 2019” im Olympiastadion konnte sich sowohl h√∂ren als auch sehen lassen und wird den meisten Fans wohl bestens in Erinnerung bleiben!

Unten gibt es noch einen Link zu einer auch sehr guten Zusammenfassung von Maurice Wojach, der f√ľr die MAZ-Online einen Artikel hierzu verfasst hat:

Härte und Humor: Das Metallica-Konzert in Berlin

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