Sa. Jan 25th, 2020

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Magazin aus Berlin @ Musik, Medien & Sport

Metallica rockt in Berlin den Regen weg

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Das Olympiastadion in Berlin bot sich mal wieder an als Gastgeber fĂŒr eine der grĂ¶ĂŸten Heavy-Metal-Bands aller Zeiten: Metallica gab sich mal wieder in der Hauptstadt die Ehre und stellte einmal mehr die Akustik der HeimspielstĂ€tte von Bundesligist Hertha BSC auf eine harte Probe.

Es bot sich an, als Besitzer einer Innenraumkarte fĂŒr immerhin 98,20 Euro rechtzeitig vor Ort zu sein und so traf man sich bereits um 16 Uhr. Nach einem Bier draußen ging es dann auch schnell und zĂŒgig durch die Einlasskontrollen, Bier drinnen von einem mobilen VerkĂ€ufer bietet sich nur bedingt an – ganz so perfekt war da der Becher mit dem Metallica-Logo nicht gefĂŒllt. Danach also rein und den Innenraum erobern, man konnte sogar noch in eine nĂ€here Zone, in die man spĂ€ter nur noch mit BĂ€ndchen kam, hinein und war so noch nĂ€her dran am Geschehen.

WĂ€hrend sich der Himmel weiter verdunkelte, startete um 17:45 Uhr die Vorband Bokassa und nach einer Pause ging es im Programm mit der Band “Ghost” weiter, beide waren so einigermaßen okay – aber steigerten eher die Vorfreude auf Metallica, um es mal vornehm zu formulieren. Genau so sieht das auch der Rock-Blog “Kalle-Rock” und umschreibt das so: “Konnte man mal mitnehmen, aber hĂ€ngen geblieben ist mir da nicht wirklich was.” und zu Ghost: “BĂŒhnenshow bzw. Aufbauten waren ganz interessant, auch der Einsatz von Feuer und Nebel war ganz in Ordnung, aber gesanglich war das ein Reinfall. Selbst der Himmel musste bei dem knapp einstĂŒndigen Auftritt heulen” – und der Regen wurde punktuell mal stĂ€rker, dazwischen auch mal schwĂ€cher. Als Metallica gegen halbneun die BĂŒhne betrat, regnete es in Strömen.

Trotzdem war die Freude groß, als die ersten KlĂ€nge der Hardrocker zu hören waren, wenn auch im Olympiastadion nicht auf allen PlĂ€tzen von einer guten Akustik zu sprechen ist. Damals saß ich bei GunsÂŽnÂŽRoses im Oberring und war absolut enttĂ€uscht, jetzt aber im Innenraum war der Sound von Metallica durchaus okay und so folgten zwei Stunden Dauerbeschallung ohne viel Langeweile. Die US-Rocker legten gleich mal mit “Hardwired” los, ließen “The Memory Remains” folgen und hatten so natĂŒrlich die Fans im fast ausverkauften Rund der olympischen SchĂŒssel sofort in der Hand.

Die Mischung aus alten wie neuen Songs kann man als gelungen bezeichnen, auch wenn der megaharte Funke nicht so richtig ĂŒberspringen wollte. Die Meute grölte mit, ließ die eine oder andere Matte durch die Luft wirbeln – aber ekstatisch gefeiert wurde nicht und man schien das Ganze eher einfach “nur” zu genießen. Nach gut einer Stunde hörte es auch auf zu regnen und ein bisschen besser wurde dann auch scheinbar die Laune. Die Stimmung war aber bei den Metallica-Klassikern wie “The Unforgiven”, “Sad but True” oder “One” naturgemĂ€ĂŸ spitze und auch beim letzten regulĂ€ren Hit “Seek & Destroy” machte das Publikum hörbar mit! Bei der Zugabe wurde auch noch einmal ordentlich abgeliefert mit unter anderem “Nothing Else Matters” und dem Metallica-Top-Hit “Enter Sandmann”. So war alles in allem der ganze Abend im Olympiastadion ein gelungener Mix, bei dem SĂ€nger James Hetfield Song auf Song unter Einsatz von Leinwand, Laser und Feuerwerk gut performte.

Der Bassist Robert Trujilo hatte noch eine besondere Überraschung fĂŒr die Berliner Zuschauer parat, mit dem Rammstein-Song “Engel” erinnerte er akustisch an das Konzert von vor zwei Wochen, als Rammstein hier an gleicher Stelle vor ausverkaufter HĂŒtte ein großes Event mit noch etwas besserer Akustik hinzauberte.

Aber auch die “WorldWired Tour 2019” im Olympiastadion konnte sich sowohl hören als auch sehen lassen und wird den meisten Fans wohl bestens in Erinnerung bleiben!

Unten gibt es noch einen Link zu einer auch sehr guten Zusammenfassung von Maurice Wojach, der fĂŒr die MAZ-Online einen Artikel hierzu verfasst hat:

HĂ€rte und Humor: Das Metallica-Konzert in Berlin

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