Zutritt zu öffentlichem Nahverkehr wie Bus und Bahn mit gültigem Ticket sollte eine Selbstverständlichkeit sein

Wie RP-Online berichtet, will der VRR-Vorstand den Zugang zu Bahn und Bahnsteig nur noch mit einem gültigen Tickt möglich machen. So etwas gibt es ja auch schon in einigen anderen europäischen Städten und ich halte das für eine gute Idee, dies nachzumachen. Spätestens wenn man sich mal auf großstädtischen Bahnhöfen umgeschaut hat, gleicht der Zustand oft einer Zumutung. Warum müssen zahlende Kunden mit alkoholisierten Menschen konfrontiert werden, die nichts anderes zu tun haben, als auf dem Bahnhof zu sitzen, Plätze wegzunehmen und Müll zu produzieren.

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So könnten sicherlich auch Kosten reduziert werden wegen Graffiti und anderen Verunreinigungen – denn wer hat auf dem Bahnhof sonst etwas zu suchen, außer die Fahrgäste? Richtig, niemand. Verabredungen können auch vor dem Bahnhofseingang stattfinden und so besteht vielleicht sogar wieder für ältere Menschen die Möglichkeit, Bänke zu nutzen um auf den Zug zu warten. Außerdem ist es der Gesellschaft nicht mehr vermittelbar, dass das Schwarzfahren durch freie Zugänge noch unterstützt wird. Gleichzeitig könnten als Ausgleichsmaßnahme Ein-Euro-Tickets verkauft werden, um auf wirklich Bedürftige Rücksicht zu nehmen.

Sollte die Zahl von 100 Millionen Euro für Kontrollpersonal und weiteren hunderten Millionen durch entgangene Zahlungen im Artikel vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen wirklich stimmen, dann sind die Unternehmen geradezu verpflichtet, zu Handeln. Öffentliche Verkehrsbetriebe dürfen sich nicht darauf ausruhen, dass etwaige Defizite immer durch den Steuerzahler ausgeglichen werden. Sondern man darf ein verantwortungsvolles Handeln und Streben nach Lösungen für oben genannte Probleme erwarten. Das würde nebenher auch die Sicherheit erhöhen und Statistiken über den Besucherfluss könnten ohne einen Mehraufwand erstellt werden. Das sind nur einige Vorteile am Rande.

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Jedoch muss hierfür auch ein gewisser politischer Wille vorhanden sein auf allen Seiten. In Berlin beklagt die BVG lieber, dass sie kein Geld für kürzere Bus-Takte oder mehr Komfort hat, als auch mal diesen Weg in ihre Überlegungen mit einzubeziehen. Vielleicht ändert sich ja etwas, wenn ein Verkehrsunternehmen den Mut zu mehr Ordnung und Schutz hat…

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