Der Junge muss an die frische Luft

Eine herrlich leise Geschichte über die Kindheit von Hape Kerkeling und wir Zuschauer dürfen daran teilhaben. Mit feinfühligem Humor geht die Reise mitten in den Ruhrpott der Siebziger Jahre, die Unbeschwertheit bis hin zur Freude über das Farbfernsehen und natürlich wird auch das enge Verhältnis vom kleinen Hans-Peter zu seiner Mutter behandelt. Auch, wie die Familie mit dem frühen Tod der Mutter umgegangen ist – alles sehr sensibel erzählt und so wie es wohl in die damalige Zeit gepasst hätte.

Ich habe mich sehr wohlgefühlt mit dem Film “Der Junge muss an die frische Luft” und es war ja dann auch zu erwarten, dass es kein Gagfeuerwerk gibt, sondern es eben in dieser Form gezeigt wird. Auch die herzerfrischende Hauptrolle, gespielt von Julius Weckauf, hat dazu beigetragen. Wie er immer in verschiedene Rollen der Nachbarinnen und Nachbarn schlüpfte, das war ein Highlight. Insgesamt also ein toller, sehenswerter Film!

“Ich bin dann mal weg” über HaPe Kerkeling

Wer beim Film “Ich bin dann mal weg” eine Komödie erwartet, bei der man sich ähnlich wie bei den Aktionen MIT HaPe Kerkeling auf die Schenkel klopft, der kann minimal enttäuscht werden. Aber sonst gefällt die Geschichte über Kerkelings Gang über den Jakobsweg natürlich.

Die Erzählform ist unaufgeregt und begleitet Devid Striesow als Hans Peter Kerkeling, wie er sich in Spanien auf den Pilgerweg macht. Dabei lernt er einige andere Gleichgesinnte, aber auch sich selbst besser kennen. Der Film ist feinfühlig und zeigt auch, warum sich der sonst so strahlende Entertainer auf den Weg nach der Suche zu sich selbst macht. “Ich bin dann mal weg” regt zum Nachdenken an und ist trotzdem unterhaltsam.