Mi. Jan 22nd, 2020

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Lösen Wohn-Container als Eigentumswohnung das Problem im Wohnungsmarkt?

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Mit immer höher steigenden Mieten und vermehrter Wohnungsknappheit mĂŒssen neue Ideen her und alte Kopfblockaden sollten gelockert werden. Die Politik und die Wirtschaft ist aufgefordert, darauf zu reagieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Im Jahr 2034 werden sich einige fragen lassen mĂŒssen, was sie denn getan haben zur Verbesserung der Wohnsituation. Stand heute 2014 haben wir im Grunde nur die Möglichkeit einer Mietwohnung, einer Eigentumswohnung, einer WG und dem Wohnmobil. So wĂŒrde ich das mal umschreiben wollen, auch wenn es thematisch noch etwas vielfĂ€ltiger zugeht.

In Berlin werden Schulen mit Containern optional erweitert, um dem Bedarf gerecht zu werden und im letzten Jahr wurden Schiffscontainer umgewandelt in Wohnungen fĂŒr Studenten. Das alles und ein Zitat in der Welt in einem Artikel unbekannten Datums vom Hannoveraner Architekt Han Slawik, dass “architektonisch anspruchsvolle Lösungen mit Containern möglich sind” zeigt auf, in welche Richtung es gehen könnte. KĂŒrzlich, als ich noch von einigen HEFTIG-en Berichten beeindruckt und ĂŒberrascht war, stieß ich auf die kreativen Ideen fĂŒr alte Schiffscontainer. TausendfĂŒnfhundert Euro hat einer nur gekostet und es zeigt auf, was machbar ist anhand von diesen 15 Beispielen.

 

Container Atlas: Handbuch der Container Architektur von J. Bergmann (2013) Gebundene Ausgabe

Vielleicht ist das nicht nur ein neuer Trend, sondern auch der Zwang zur Notwendigkeit und ein Leben in UnabhĂ€ngigkeit? Man mĂŒsste also auf jeden Fall einen Ort haben zum Aufstellen des Containers und die entsprechenden AnschlĂŒsse zur Entsorgung von Abwasser, Zuleitungen wĂŒrden ebenfalls benötigt werden genauso wie Strom. Man hat ja mittlerweile eine Menge GerĂ€te und eventuell sorgt der etwas verringerte Platz auch dafĂŒr, sich zu simplifizieren. Also sich auf das Wesentliche konzentrieren ohne viel Schnickschnack, ohne natĂŒrlich auf einen gewissen Komfort verzichten zu mĂŒssen. Aber die Handys und Computer verbrauchen nicht mehr so viel Strom wie frĂŒher, ein immer noch in manchen Köpfen fest verankertes Festnetz ist schlicht nicht notwendig – Surfen und Telefonieren geht eben mobil und beim TV entweder DVB-T als Technik nutzen oder eine SAT-SchĂŒssel.

Rizzi House

Die obigen Fotos zeigen ja eher einzelne Wohnprojekte so fĂŒr Aussteiger oder Eigenbrödler, das kann auch ganz anders sein – nĂ€mlich in Form von erweiterten Siedlungen fĂŒr nur diesen einen Zweck. Damit wĂŒrden brachliegende FlĂ€chen auf einmal mit völlig neuen Perspektiven belebt werden und die Wohnungssituation könnte sich etwas entspannen. Wichtig ist halt, dass das kein Abschieben in irgendwelche HĂŒtten sein soll, sondern Wohnen auf einfachem, aber hohen Niveau. Darum kann und sollte so ein Umstieg auch etwas kosten. Hier in dem Artikel von zuhause.de wird relativ anschaulich beschrieben, was sich hier so entwickeln könnte und dass so ein Wohn-Container als Ersatz fĂŒr eine Eigentumswohnung nur circa 15.000 Euro kosten wĂŒrde.

Bei entsprechenden RĂŒcklagen ist so etwas also durchaus finanzierbar und eine auf jeden Fall interessante Alternative. Puristisches Wohnen wird auch immer mehr von EinrichtungsmĂ€rkten unterstĂŒtzt und mit Ideen befĂŒllt, GerĂ€te wie LCD-Flat oder Tablets nehmen nicht den ganzen Wohnraum ein und sollte man doch mal mehr Platz brauchen, puzzelt man sich einfach noch einen Zusatz-Container in seinen neuen Vorgarten neben den Mini-Container fĂŒr den Vierbeiner. Die Themen Sicherheit und Ausbau/VergrĂ¶ĂŸerung und wer diese Container vertreibt bzw. verwaltet, behandele ich spĂ€ter in einem gesonderten Artikel.

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