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In der SAT.1-Arena war Strunz der Wahlverlierer

Eigentlich hatte die SAT.1-Talkarena genügend Potenzial für fachliche Antworten zu den zehn drängendsten Fragen aus dem Volk. Aber die Chance wurde in den zwei Stunden am Mittwoch nach 22 Uhr 30 kläglich vergeben.

Zwar war die Idee an sich und auch die zeitliche Beschränkung der Redezeit sinnvoll – die Fragen von Claus Strunz jedoch waren teilweise zum Fremdschämen peinlich und so kommen dann auch so fragwürdige Schlagzeilen in der BILD-Zeitung zustande wie „AfD-Weidel flirtet mit FDP-Lindner“. Wenn das also die Quintessens aus dem Wahl-Talk war, dann Gute Nacht.

kschneider2991 / Pixabay

Aber der Eindruck wurde eben auch vermittelt, weil in großem Maße auf die Attraktivität Lindners eingegangen wurde – wobei Alice Weidel sicherlich auch den einen oder anderen Geschmack träfe, sie aber bei den Antworten hinter den Erwartungen zurückblieb. Der Gipfel waren dann aber so anzügliche Fragen an den FDP-Mann nach der Dating-Plattform Tinder und überhaupt, auch die ausgewählten Menschen schienen die Damen und Herren vor Ort gar nicht zu kennen.

Dabei war die Runde durchaus prominent besetzt mit eben den beiden oben genannten und Katja Kipping sowie Katrin Göring-Eckhardt. Die Fragen in den Einzelgesprächen waren wie erwähnt bei allen nicht wirklich überlegt und zielten wohl darauf, die Politiker als Menschen zu diskreditieren. Anders waren die Fragen, ob man Alice Weidel als Nachbarin oder mit Katrin Göring-Eckhard gerne mal grillen möchte, nicht zu deuten für mich. Auch die als Krankenschwester „getarnte“ Fragestellerin Dana Lützkendorf stellte sich im Nachhinein als extrem peinlicher Stolperstein heraus, wie uebermedien detailiiert berichtet. Fakt ist somit, dass da den Zuschauern geschickt etwas untergejubelt wurde und dies nicht wirklich für zusätzliches Vertrauen zu den eh schon angeschlagenen Medien beiträgt. Das war nicht meinungsbildend – sondern manipulativ.

So war es auch kein Wunder, dass die Zuschauer auf die etwas gesteuert wirkende Show anders reagierten als im Studio und überwiegend der konservativen Seite FDP/AfD ihre Sympathie in Auftreten und Überzeugung gaben. Alle Beteilgten mussten sich aber gemeinsam manchmal wie in einem falschen Film gefühlt haben, zumal Claus Strunz bei SAT.1 ja immer den Hardliner in seinen Kommentaren mimt. So ist es zumindest zu lesen oder in YouTube-Ausschnitten zu sehen. Bleibt zu hoffen, dass Herr Strunz am Sonntag beim unwichtigeren Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz bessere Fragen einfallen.

In der SAT.1-Talkrunde „Wahl 2017“ stellt Claus Strunz „Die 10 wichtigsten Fragen der Deutschen“.

Quelle: Wahl 2017: Vier Parteien in der SAT.1-Arena – AfD-Weidel flirtet FDP-Lindner an – Politik Inland – Bild.de


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