Fr. Nov 15th, 2019

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Magazin aus Berlin @ Musik, Medien & Sport

Mit Fernsehen Geld verdienen?

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Das Fernsehen nimmt auch weiter an Bedeutung zu, auch wenn die Konkurrenz im Internet nicht schl√§ft oder andere Angebote wie Netflix eine immer gr√∂√üere Rolle einnehmen. Auch der TV-Bezahlsender sky wird von vielen Zuschauern genutzt wegen dem alternativen Angebot durch die Fu√üball-Bundesliga oder weitere optionale Kan√§le wie zus√§tzlichen Sport oder Spielfilme ohne Werbeunterbrechung. Wer gerne Serien schaut, der d√ľrfte hier und dort noch weitere Angebote finden, sodass man hierf√ľr auch bereit ist, Geld zu bezahlen. Nat√ľrlich haben auch die klassischen TV-Sender weiterhin eine gewisse Marktmacht, das private Fernsehen wird in erster Linie dominiert von RTL, ProSieben und danach wird es mit SAT.1 schon etwas br√ľchiger bzw. ist die Anordnung auf der Fernbedienung von zum Beispiel vox, RTL II oder Kabel1 eher weiter hinten angeordnet.

Bei den √∂ffentlich-rechtlichen stechen nat√ľrlich auch gerade bei den √§lteren Zuschauern sowohl die ARD als auch das ZDF dominierend hervor, dahinter folgen vielleicht noch andere √ľberregionale Sender wie Phoenix, Arte oder diverse Spartenkan√§le. Diese Zuschauer werden aber zwischendurch auch mal umschalten auf private Nachrichtensender wie n-tv oder N24, die auch gerade morgens manchmal das Radio ersetzen, um sich √ľber die aktuellen News oder das Wetter zu informieren. Sie sind so eine Art Radioersatz mit Bildern und laufen manchmal nebenbei, obwohl man gar nicht immer hinschaut – gleiches gilt in etwa auch f√ľr die zahlreichen Regionalsender, f√ľr die die Menschen jede Menge Geld bezahlen und im Grunde schaut das kaum jemand. W√ľrde man eine Sendung vielleicht gucken, wenn man Geld daf√ľr bek√§me?

Das ist doch eigentlich schade, dass manche Sender so vor sich hin senden ohne eigentlich wirklich wahrgenommen zu werden und vielleicht ist das ja ein Ansatz, dass die Sender ihre Zuschauer f√ľr das gucken belohnen. Sonst ist es ja eher andersrum, durch die Haushaltsabgabe oder die Kabelgeb√ľhr bzw. spezielle Pay-TV-Beitr√§ge zahlt man ja schon – obwohl man ja gar nicht alles gucken kann und ja ehrlich gesagt auch jede Menge Mist im Fernsehen l√§uft. Wenn jetzt aber zum Beispiel ein Fernsehsender sagt, er einen bestimmten Anreiz die Dokumentation, die Show oder ein Ereignis einzuschalten, ist es durchaus vorstellbar mit einer Reaktion und einer h√∂heren Einschaltquote zu rechnen.

Wie das Ganze dann umgesetzt wird, ist nat√ľrlich eine andere Frage. Zum Beispiel k√∂nnten Zahlencodes in regelm√§√üigen Abst√§nden eingeblendet werden und man muss mit einem verifizierten Handy √ľber eine App diesen irgendwo eintippen und kann dadurch ein bisschen Guthaben aufbauen. Das wurde in etwa so. Turnieren, wie man auch auf einigen Seiten ein paar Cent f√ľr das anschauen einer Internetseite bekommt und irgendwann kann man sich einen kleinen Betrag auszahlen lassen. Viele kleine Betr√§ge ergeben ja bekanntlich auch etwas Gr√∂√üeres. Sollte dieses Prinzip erfolgreich sein, kann man das ja mit speziellen Decodern probieren oder vielleicht gibt es in ein paar Jahren komplett andere M√∂glichkeiten durch das sich immer weiter entwickelnde Internet.

Ich denke auf jeden Fall, dass dies eine alternative Methode es statt immer nur jede Sendung mit Werbung voll zu stopfen oder den B√ľrgern das Geld aus der Tasche zu ziehen. So w√ľrden auch die Sender etwas mehr √ľber ihre Zuschauer erfahren, wenn man auch zum Beispiel um Emotionen bitten kann und dies wie oben beschrieben belohnen k√∂nnte. Hier sind dem Einfallsreichtum keine Grenzen gesetzt und es gilt, neue Wege zu gehen weil das Fernsehen der letzten Jahrzehnte einen Ver√§nderungsprozess durchl√§uft. Schlie√ülich verbringt man teilweise mehrere Stunden vor dem Fernseher oder man hat ihn an, w√§hrend man in der Wohnung andere Dinge tut – was spricht also dagegen, den direkten Kontakt zwischen Sender und Zuschauer interaktiv zu f√∂rdern, wenn man mittlerweile die technischen M√∂glichkeiten daf√ľr hat.

Ein Belohnungssystem motiviert nat√ľrlich auch, sonst versteckte Sendungen zu schauen und gerade f√ľr den Bereich Bildung sind solche Dinge durchaus vorstellbar. Man muss nur bereit sein, seinen eigenen Horizont zu erweitern. Das gilt wie gesagt nicht nur f√ľr die Medien, sondern das Geld auch f√ľr die Konsumenten. Gerade tags√ľber werden Ressourcen verschenkt, Wiederholungen gesendet oder einfach nur sinnloser M√ľll – ersetzt man dies durch interessante Wissens-Sendungen und fragt dies sp√§ter √ľber eine App nach, entst√ľnde hier ein schl√ľssiges Konzept, wie man als Zuschauer mit Fernsehen Geld verdienen k√∂nnte. Wie gesagt, bei einer schnellen Umsetzung dieser Idee ginge das mit Zahlencodes, kurz eingeblendeten Buchstaben oder auch Signalen akustischer Art, damit das Prinzip nicht hintergangen wird durch lautloses Fernsehen.

Denn ich glaube schon, die Fernsehlandschaft wird sich in den n√§chsten Jahren weiter ver√§ndern und das Internet wird eine noch gr√∂√üere Rolle spielen. Die Grenzen zwischen YouTube-√§hnlichen Kan√§len und realen Nachrichten wird weiter verschmelzen – der Dialog zwischen Zuschauern und Sendern muss weiter verst√§rkt und intensiviert werden die junge Generation w√§chst nur noch mit Handy und Internet auf, die sitzen kaum mehr vor der Glotze und vielleicht ist auch das ein Weg, die Generationen aneinander anzugleichen. Man muss sich eben breiter aufstellen als Unternehmen und das geht am besten, wenn man ein Gef√ľhl daf√ľr entwickelt, was die Menschen sehen wollen und bei mehreren Tausend Usern, die alle mit Fernsehen Geld verdienen wollen, h√§tte man ein gutes Instrument.

Ganz ehrlich gesagt, m√∂chte ich bei manchen Sendungen oder Filmen im Nachhinein auch belohnt werden, wenn ich diese geschaut habe und dazu noch die Werbung konsumiert habe. Was spricht also dagegen, zwischen zwei Werbespots ein ABC 123 einzublenden, dass ich in mein Handy eintippe als Kontrolle daf√ľr, dass ich Werbung und Sendung gesehen habe – im Gegenzug werden wir ein paar Cent auf meinen virtuellen Account gezahlt und schon freut man sich manchmal mehr auf die Werbung als auf den Film. Man muss im 21 Jahrhundert ein bisschen bekommen von dem linearen Denken und sich den M√∂glichkeiten bzw. Gegebenheiten mehr anpassen, das bedeutet auch ein Mehr an Interaktion zwischen TV und deiner Zielgruppe. Denn diese ist bei Leibe nicht mehr nur zwischen 14 Jahren und 49 – sondern sie geht h√∂her, weil auch die √§lteren Menschen ein ver√§ndertes Leben f√ľhren, wo der Fernseher nicht nur zur Unterhaltung dient, sondern immer mehr das Radio ersetzt. Vielleicht konnte ich ja mit der Idee, Geld mit Fernsehen zu verdienen, einen Denkansto√ü geben.

Erst nach dem Schreiben des Artikels habe ich ehrlich gesagt noch einmal etwas genauer recherchiert und bin da zum Beispiel auf einen Bericht gesto√üen √ľber TV Smiles mit einer lesenswerten Kritik an diesem Prinzip auf √ľbergizmo.com – diese l√§sst eher kein gutes Haar an dieser M√∂glichkeit, so eine Art “Treuepunkte” f√ľr¬īs Fernsehen zu sammeln. Danke.

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