10.000 Euro im Monat mögen „für normale Menschen“ zwar viel Geld sein

Die SPD wundert sich immer, warum ihnen die Wählerinnen und Wähler weglaufen, aber wenn man mal schaut, wie Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen – dann ist das eigentlich nur die logische Folge des Handelns und so gesehen eine gute Erfahrung. Die FAZ zitiert Sigmar Gabriel dann auch folgendermaßen: “Die Kritik der beiden SPD-Bundesvorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans an seiner Tätigkeit bei Tönnies bezeichnete Gabriel im „Spiegel“ als „neunmalklug“. 10.000 Euro im Monat mögen „für normale Menschen“ zwar viel Geld sein, erklärte Gabriel. „Aber in der Branche ist das kein besonders hoher Betrag.“

Das Gleiche gilt übrigens auch für die Kirchen, die auf der einen Seite Menschen mit Mindestlohn für sie arbeiten lassen, das durch die Kirchensteuer eingezogene Geld für alles mögliche unchristliche ausgeben oder es anderweitig zweckentfremden. Dann sich aber wundern, warum sowohl der evangelischen als auch der katholischen Kirche die Mitglieder weglaufen. Auch hier gilt: Wer sich zu weit von der eigenben Klientel entfernt, der braucht sich nicht zu wundern. Aber das nur nebenbei.

Zurück zur SPD, jener sozialdemokratischen Partei, die über ein weit verspanntes Netz an Medien von online bis zu Printmedien verfügt und darüber auch wesentlich Einfluß auf die Wählerschaft nehmen kann. Sigmar Gabriel hat schon lange nichts mehr mit dem Arbeitervolk, dem “kleinen Mann” oder auch natürlich der “kleinen Frau” auf der Straße zu tun. Bei dem Gehalt durch irgendwelche Beratertätigkeiten verliert man schon mal den Kontakt zur Straße und auch die Vorsitzenden Borjans oder Esken können sich ja bekanntlich mehr als eine warme Mahlzeit am Tag leisten. Das ist auch legitim, trotzdem hat man den Eindruck, dass man ganze Wählerschichten aus den Augen verloren hat. Das ist in anderen Ländern anders bzw. schließt sich nicht überall aus, dass das “Volk” und die Sozialdemokraten durchaus die gleiche Sprache sprechen. Auf diese Seite gehört übrigens auch die SPD und nicht auf die von Konzernen.

Quelle: Gabriels Job bei Tönnies: Die Kunst des Ausschlachtens

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