Mi. Dez 11th, 2019

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Aus SPD-Trio muss Duo werden

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Das sind die vier Namen des SPD-Trios, welches nach dem R√ľcktritt von Andrea Nahles das Schicksal bis zur n√§chsten Wahl in der Hand hat:

Malu Dreyer (58), Thorsten Sch√§fer-G√ľmbel (49) und Manuela Schwesig (45)

Alle drei haben aber wie schon Vize-Kanzler Olaf Scholz dankend den Vorsitz auf dem SPD-Schleudersitz abgelehnt, man hat schlie√ülich noch √Ąmter und so weiter. Aber man h√§tte nat√ľrlich auch das eine oder andere Amt abgeben k√∂nnen, wenn denn der wirkliche Wille da w√§re. Aber kann man das √ľberhaupt jemand ver√ľbeln? Die Reihen der Unterst√ľtzer sind n√§mlich oft sp√§rlich besetzt und wird mit Undank belohnt.

Es ist auch nicht so einfach zwischen Baum und Borke, zwischen aktuell regieren und dann doch wieder mit der Opposition lieb√§ugeln wie schon nach der Bundestagswahl 2018. Da konnte man aber auch noch nicht ahnen, dass Jamaika mit FDP und Gr√ľnen platzen w√ľrde und die SPD wieder den Ring in die Manege geworfen bekommt.

So h√§tte man sich komplett dem “Kampf gegen Rechts” widmen k√∂nnen und tat dies auch w√§hrend der Regierungszeit, statt das eigene Profil zu sch√§rfen und so im Wettbewerb (!) die Stimmen der AfD wieder einzufangen. Im Nachhinein l√§sst sich vieles analysieren, was schief gelaufen ist in der j√ľngeren Vergangenheit – aber die Ernennung von Andrea Nahles kann aus meiner Sicht gewiss als Fehler bezeichnet werden. Es kann aber auch nicht sein, dass wer am lautesten schreit, dann auch am meisten Geh√∂r bekommt und deshalb muss man eine solche Wahl mit leisen T√∂nen begleiten und programmatisch Akzente setzen.

Zu so etwas in der Lage ist wohl Kevin K√ľhnert, der eine gute Alternative zum “Weiter so” in der SPD w√§re und auch schon vor der Europawahl Denkanst√∂√üe gegeben hat bzw auch die Bereitschaft, auch unliebsame Thesen zu offerieren. Mit ihm w√ľrde dann die SPD wieder weiter nach links r√ľcken und das Feld f√ľr Rot-Rot-Gr√ľn √∂ffnen.

Das kann man m√∂gen oder nicht, w√§re aber wohl am realsten, vor allem weil am, Wochenende nach der Europawahl die Gr√ľnen st√§rkste Kraft im Lande waren in der Sonntagsfrage und mit viel R√ľckenwind weiter auf der Klimawelle surfen. Ob das Thema aber auch nach dem Sommer noch weiter mit solch einer Tragweite behandelt wird, bleibt abzuwarten. Die Strategen arbeiten schon Gesetze aus, die etwas Wind aus den gr√ľnen Fl√ľgeln nehmen sollen.

Das wird also auf jeden Fall spannend, wie intensiv die Gr√ľnen die SPD weiter vor sich hertreibt und wo sich die SPD zusammen mit den eigentlich nicht ganz unbeteiligten Mitgliedern selbst verortet. Sie muss vor allem Handeln aus einer Position der St√§rke, wenn man regiert und nicht jede Woche eine neue Sau durchs Dorf jagen.

 

Quelle: Dreyer, Schwesig, Sch√§fer-G√ľmbel: Trio soll SPD f√ľhren – Politik Inland – Bild.de

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