DrückGlück TV Werbespot Lucky Day drücke ich weg

Die “DrückGlück”-Werbung ist derzeit die mit Abstand schlimmste Quälerei, die uns die TV-Anstalten zwischen Sportereignissen, Filmen oder Shows meinen, präsentieren zu müssen. Wenn immer es geht, schalte ich per Fernbedienung sofort auf leise und ich kann mir auch nicht erklären, warum bei eurosport, sport1 oder sonstwo dieser einfältige Spot so oft laufen muss.

Bei mir löst er nichts positives mehr aus, da sitzen irgendwo Leute, denen das egal ist und die Werbung wird bis zur Kotzgrenze permanent ausgestrahlt und scheinbar merkt niemand, dass das einfach zu viel ist. Was denken wohl die Werbemanager, ab welcher Frequenz man den Fernseher aus dem Fenster schmeißt oder einfach aufhört, bestimmte Sendungen zu gucken? Das wirkt dann schon fast unsauber, mindestens aber unseriös. Eine gute Werbung muss sich nicht so oft wiederholen und bleibt eben auch ohne im Kopf drin, so dass man das Produkt nutzen könnte.

Was hat man sich früher zum Beispiel über das Lied “Like Ice In The Sunshine” gefreut, ja genau – der Langnese-Song vor Kinofilmen, das war der Klassiker mit toller Optik und gutem Sound. Und jetzt wird einem so ein Rotz vor die Füße geworfen und die Verantwortlichen sowohl von “DrückGlück” als auch der TV-Sender freuen sich ein Loch in den Bauch, weil man wieder erfolgreich Werbeminuten unters Volk gebracht hat. Aber die Zuschauer wenden sich immer mehr ab, schalten so wie ich den Ton ab egal was da kommt an Werbung oder sind geistig abwesend.

Jedenfalls tut man sich keinen Gefallen damit und es zeigt einmal mehr auf, wie ideenlos die Fernsehmacher bei den Werbeformaten geworden sind. Wie Beamte nicken sie alles ab, was da kommt und so fühlen sich auch Unternehmen kaum motiviert, spritzige oder gar einfallsreiche Werbung zu produzieren. Dann macht mal alle so weiter und verabschiedet Euch nach und nach von Euren aktiven Zuschauern, irgendwann läuft alles nur noch ohne Ton durch und nebenbei beschäftigt man sich mit anderen Dingen.

#GoSpring-Werbung ist ein guter Schuss!

Endlich mal wieder eine Werbung, die witzig, frisch und kurzweilig ist. Da schaut man gerne zu und GoSpring bringt in dem Spot auf erfrischende Art und Weise die “Sache” auf den Punkt. Jeder erkennt sofort, dass es um Erektionsprobleme geht und mit dieser speziellen Prise Humor bleibt die Werbung auf jeden Fall im Hinterkopf oder ein paar Etagen tiefer.

An der GoSpring-Werbung könnten sich mal einige andere Firmen eine große Scheibe abschneiden, wo man nur einfach angeblökt wird und man in der Folge den Ton leiser dreht bzw. alternativ die Glotze ausmacht. Die Story mit dem schlaffen Geschütz sorgt dafür, dass das Unternehmen positiv in Erinnerung bleibt. Herzlichen Glückwunsch dazu, GoSpring und man darf wirklich aus vollem Herzen viel Erfolg sowie weitere so tolle Ideen wünschen im sonst so tristen, lauten, stumpfen Brei in der Werbung.

Zu viel Werbung bei RTL-Formel-1?

In der BILD schießt Jens Todt scharf gegen RTL und die Formel 1-Übertragungen dort, weil das Verhältnis Werbung/Sport zu groß sei.

Das stimmt auch so was Todt sagt und ich empfinde das auch so mit RTL und der Werbung, ebenso habe ich mich als Zuschauer schon vor einiger Zeit einfach abgewendet. Ich schaue RTL mit Formel-1 dann eben gar nicht mehr und ich glaube, die RTL-Bosse an den Hebeln der Entscheidung unterschätzen oder ignorieren das – das gilt bei RTL auch bei weitem nicht nur für die Formel-1, sondern auch für Fußball oder die Unterhaltung beim Kölner Privatsender.

Die Einschaltquote mag mangels Alternativen immer noch “okay” sein bei den werberelevanten Zuschauern mit einem Zähl-Decoder, um das der GfK zu signalisieren, dass man am Sonntag RTL und Formel 1 geschaut hat. Aber die richtigen Sport-Fans sind entweder enttäuscht über den Abgang von Sky, die wenigstens nicht während des Rennens Werbung gemacht haben, außer vielleicht akustisch für irgendein Zeugs.

Insgesamt ist die Kritik von Jens Todt in der BILD also berechtigt, weil das Gesamtereignis natürlich komplett zerstört wird und man sowieso über den Sinn und Unsinn dieser verkauften Zeit diskutieren kann. Aber solange es noch Leute gibt, die sich begeistert Werbespots anschauen und dazwischen ein bisschen Sport, wird der Rubel und mal die Reifen oder in anderen Sportarten der Ball wohl weiter rollen…….

Quelle: Formel 1: Todt geht wegen zu viel Werbung auf RTL los – Formel 1 – Bild.de