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WetterabhĂ€ngige Berufe – gut bezahlen!

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Eigentlich ist es bei wetterabhĂ€ngigen Berufen egal, zu welcher Jahreszeit man sich dem Thema widmet – die Herausforderung bleibt die Gleiche, ob es nun beim Sommer um die Hitze geht oder im Winter um die KĂ€lte. Auch der sogenannte FrĂŒhling von MĂ€rz bis Mai kann große Probleme mit sich bringen in wetterabhĂ€ngigen Berufen durch Nachwirkungen des Winters oder dem wechselhaften “Aprilwetter”. Im Herbst fiel schon so manches Mal im Oktober der erste Schnee auch in tieferen Lagen, von daher ist alles relativ zu betrachten.

Welche Berufe sind ĂŒberhaupt wetterabhĂ€ngig?

Generell naturgemĂ€ĂŸ alles, was draußen ist – dazu zĂ€hlen Berufe aus der Briefzustellung und Paketdiensten, Personennahverkehr oder Notdienste aller Art. Weil diese mĂŒssen sich stĂ€ndig ĂŒber die aktuelle Wettersituation informieren, um sich entsprechend zu Kleiden und wetterresistent zu bleiben.

Außerdem sind sie aufgefordert, mehr fĂŒr Ihre körperliche Fitness und Gesundheit zu tun als vielleicht jemand, der nur im BĂŒro sitzt. Allerdings muss auch im Verkauf das Sortiment derart geĂ€ndert werden, dass es zu der Jahreszeit passt. Sonnenbrillen im Sommer, Schirme und HalstĂŒcher wenn es kĂ€lter wird. Hier sind einmal 12 Berufe, die einem spontan einfallen, wenn man an Jobs denkt, die vom Wetter abhĂ€ngig sind:

  • Paketzusteller:

Paketzusteller benötigen festes Schuhwerk und gute Nerven

Bei dem Paketzusteller handelt es sich um einen Beruf, fĂŒr den man unbedingt wetterfest sein muss und fĂŒr jede Situation von der Temperatur her oder dem Niederschlag gewappnet sein muss. Denn die meisten fahren mit einem Transporter und mĂŒssen diesen auch beherrschen bei glatteren Straßen oder heftigem Niederschlag, dazu mĂŒssen sie fĂŒr die Zustellung an die HaustĂŒren zu den Privathaushalten oder in die GeschĂ€fte. Das kommt alles zu dem permanenten Zeitdruck in diesem Job, noch hinzu.

Taunus Zeitung: Wie bewÀltigt eigentlich ein BrieftrÀger den Winter?

  • BrieftrĂ€ger:

Wenn der Postmann zweimal klingelt – ist es draußen kalt und dunkel

Die BrieftrĂ€ger sind ja entweder zu Fuß unterwegs oder mit dem Fahrrad, beides ist bei seifigem Untergrund durch Schnee oder gefrorenen Boden eine Gefahr und der BrieftrĂ€ger ist daher zu besonderer Vorsicht angehalten. Das Wetter kann also durchaus einem Postboten den Beruf erschweren, auch wenn es in der anderen JahreshĂ€lfte auch mal schön sein kann. Doch viele fangen relativ frĂŒh am Morgen an, es ist manchmal sogar noch dunkel und noch kĂ€lter.

  • Ordnungsamt:

Das Ordnungsamt ist draußen bei Regen und Sonnenschein

Die nicht nur im BĂŒro hocken und Akten abarbeiten, sondern vor Ort mit dem BĂŒrger im Dialog und manchmal sogar im Streit sind, können zwar ab und zu mit etwas GlĂŒck auch in ein Auto steigen – aber nicht allen geht das so. Viele laufen ihre Kilometer, um fĂŒr den BĂŒrger da zu sein oder einfach nur um die Einhaltung der Gesetze zu gewĂ€hrleisten. Da die meisten Dinge zum Beispiel die BĂŒrgersteige oder die ParkplĂ€tze betreffen, geht es nun mal nicht anders und man muss aus bei jedem Wetter. Vielleicht wĂŒrde auch etwas mehr Technik mit Videokameras auf öffentlichen Straßen die Arbeit etwas vereinfachen, aber das ist eine andere -politische- Diskussion.

ThĂŒringer Allgemeine: Wetterjacken und dicke Hosen fĂŒr das Ordnungsamt

  • Pizzaboten:

Pizza rund um die Uhr bei jedem Wetter

Egal wann man Hunger hat und man feststellt, dass man nichts mehr im KĂŒhlschrank oder in der TiefkĂŒhltruhe hat, wird doch eigentlich der Pizzadienst angerufen und der kommt dann mit seinem Roller oder Kleinwagen und bringt einem die lecker belegte Teigware. Auch fĂŒr ihn (oder in seltenen FĂ€llen auch mal sie) ist es wirklich nicht immer einfach, bei Wind und Wetter raus zu mĂŒssen – denn bei schönem Wetter gehen die Kunden vielleicht auch selber noch mal schnell abends um die Ecke fĂŒr einen Imbiss und bei Graupeleschauer und einsetzender Dunkelheit vielleicht eher nicht. Der Pizzabote muss immer rein und raus, durch den Wechsel zwischen Außen- und Innentemperatur ist er auch ziemlich dem Wetter ausgesetzt und davon abhĂ€ngig.

FOCUS: Lieferdienst will Rentiere als Pizzaboten nutzen

  • Feuerwehr:

Die Retter sind da egal welches Wetter

Ohne Zweifel sind unsere fleißigen Menschen von den Rettungsdiensten und der Feuerwehr absolut vom Wetter abhĂ€ngig, bei so genanntem schlechten Wetter mit Eis, Schnee, GlĂ€tte oder Gewitter mit Blitz und Donner mĂŒssen sie raus und dann erst mal vor Ort schnell und besonnen handeln. Bei schönem Wetter gilt es, trotzdem die Konzentration hoch zu halten und hier passieren vielleicht mehr UnfĂ€lle oder Notsituationen unter freiem Himmel an der Badestelle, am und auf dem See oder bei sportlichen AktivitĂ€ten. Im Grunde gibt es kaum ein Wetter, welches nicht auch potentiell Arbeit fĂŒr die Feuerwehr, die Bergungsdienste oder die KrankenhĂ€user bedeutet. Aus diesem Grunde gilt mein allergrĂ¶ĂŸter Respekt dieser gesamten Berufsgruppe und mein Wunsch wĂ€re es wirklich, wenn hier fĂŒr diese Menschen, die eben auch fĂŒr andere Personen bedingt da sind, mehr Geld fließen wĂŒrde!

Lesen Sie auch auf FunTas-World: Feuerwehr ruft und alle kommen

  • Winterdienst (!) :

Die Harten kommÂŽ in den Garten – der Winterdienst auf die Straße

Also gemeint ist bei Winterdienst der allgemeine Beruf, mitten in der Nacht oder auch frĂŒhmorgens die Straßen vom Schnee zu befreien oder die Gehwege passierbar zu machen. NaturgemĂ€ĂŸ weiß man also, was einen erwartet wenn man sich bei der Straßenreinigung bewirbt fĂŒr einen Job. WetterabhĂ€ngig heißt aber auch, dass zum Beispiel im Herbst der Laub von den Straßen gerĂ€umt werden muss oder nach einem Unwetter herabgefallene Äste von der Fahrbahn geholt werden mĂŒssen. Aber die hĂ€rteste aller Disziplinen ist meiner Meinung nach immer noch der Winterdienst, wo man schon hartgesotten und vor allem warm angezogen seine Arbeit verrichten muss.

KOMNET: Frage zum Thema Warnkleidung beim Winterdienst und Straßenunterhaltung

  • Landwirt:

Egal welche Bauernregel greift – der Landwird muss raus

Bei Wind und Wetter muss auch der Bauer aufs Feld oder sich um seine Tiere kĂŒmmern, immer sehr frĂŒh aufstehen und der Witterung ausgesetzt – dabei ist der Beruf Landwirt schon mehr eine Berufung, man muss schon mit sehr viel Herz und Seele bei der Sache sein und die Natur lieben. Es ist ein harter Job, bei dem noch nicht einmal viel Geld bei herum kommt, aber er ist sehr wichtig und alleine schon durch die vielen Bauernregeln vom Wetter abhĂ€ngig. Der Vorteil ist, dass die Bauern durch ihre Regeln schon lange vorher wissen, wie das Wetter werden wird – weil sie ja quasi direkt an der Quelle aller Weisheiten sind.

Proplanta.de: Richtige Bekleidung fĂŒr Landwirte – Schutzfunktion und Funktionsvielfalt

  • MarktverkĂ€ufer:

Eier, Pflanzen, Fleisch, GemĂŒse – verkauft sich auch bei steifer Brise

Immer wenn in kleineren Ortschaften oder auch in den Bezirken der StĂ€dte Markt ist, dann ist es Zeit fĂŒr die MarktverkĂ€ufer, in aller FrĂŒhe und bei buchstĂ€blich Wind und Wetter ihre StĂ€nder aufzubauen und ihre Waren anzupreisen. In die gleiche Sparte könnte man die WeihnachtsmĂ€rkte dann mit all ihren Helferinnen und Helfern bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zĂ€hlen – allerdings freuen sich wohl immer sehr ĂŒber richtiges winterliches Wetter mit viel Schnee. Denn dann steigt auch die Stimmung der Besucher und somit der Umsatz. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass ein sehr warmer Winter nicht die richtige AtmosphĂ€re schafft und die Notwendigkeit fĂŒr GlĂŒhwein, sodass sich dann vielleicht eher die etwas unpassenden FahrgeschĂ€fte freuen und sich der Umsatz etwas verlagert. Aber auch die MarktverkĂ€ufer, die am Dienstag, Mittwoch und Freitag wie selbstverstĂ€ndlich ihre Pforten öffnen fĂŒr interessierte Kunden, mĂŒssen sich vorher ĂŒber das Wetter informieren und darauf einstellen.

gesundheitsfrage.net: MarktverkĂ€ufer: trotz warmer Kleidung eiskalte FĂŒĂŸe, was kann ich tun?

  • Flyerverteiler:

Gibt es auch morgens Nebelschleier, in die Hand muss der blöde Flyer

Vor allem in den FußgĂ€ngerzonen und vor belebten Bahnhöfen sind diese Spezies anzutreffen und egal was man von ihnen nun hĂ€lt oder wie störend sie manchmal sind, sie passen in dieser Thematik der WetterabhĂ€ngigkeit hinein. Denn bei strömenden Regen oder brĂŒtende Hitze sind die Bedingungen fĂŒr die Arbeit anders, als bei normalem Durchschnittswetter. Hier sind die Passanten fĂŒr Ă€ußere EinflĂŒsse empfĂ€nglicher und die Flyerverteiler dĂŒrften einen grĂ¶ĂŸeren Absatz pro Stunde verzeichnen als wenn jeder mit dem Schirm in der Hand aufpassen möchte, nicht nass zu werden. Da man als Flyerverteiler nicht einfach in ein Shopping-Center gehen kann ohne vorherige Anmeldung, muss man sich den Gegebenheiten anpassen und notfalls einen Platz suchen, der auch von der Witterung her neutral gestaltet ist.

  • Schausteller:

Der Rummel macht gar vielen Spaß, doch manchmal wird man da auch naß

Jeder war schon mal auf einem Rummel oder auf einem Volksfest, dem Jahrmarkt oder es auch immer heißen mag und zunehmend sind auch die WeihnachtsmĂ€rkte ein bisschen wie ein Rummel und egal zu welcher Jahreszeit – die Schausteller sind immer in einem anderen Auto oder Bezirk, mĂŒssen sich im Normalfall bei jedem Wetter dem Kunden zur VerfĂŒgung stellen und habe natĂŒrlich weniger Einnahmen bei schlechtem Wetter. Da es aber scheinbar so ist, dass man noch nie fĂŒr eine ausreichende Überdachung im Notfall gesorgt hat, ĂŒberlegen die GĂ€ste natĂŒrlich vorher, ob sie trocken bleiben von oben oder nicht und bleiben bei riskantem Wetter lieber zu Hause oder bevorzugen eine TĂ€tigkeit im Hause. Bei einem heranziehenden Sturm aber mĂŒssen sich die Schausteller ĂŒber die aktuelle Wetterlage jederzeit informieren, notfalls muss von Amts wegen das Volksfest geschlossen werden, wie es auch schon in den vergangenen Jahren vor einiger Zeit war.

  • Fußballer:

Fußballprofis stehen auch manchmal im Regen, im Konfettiregen

Einige sagen ja, Fußballer ist kein richtiger Beruf – aber ein Profifußballer muss sich bei Arbeitslosigkeit auch entsprechend rĂŒckversichern und sich an die zustĂ€ndigen Behörden wenden und deshalb kann man bei einem Profifußballer auch davon sprechen, dass sein Beruf das Fußball spielen ist. Das passiert zwar nach Meinung einiger kritischer Fans nicht immer in allen FĂ€llen, aber der Arbeitnehmer ist dann wohl mit seinem Trikot auf dem Fußballplatz und geht mehr oder weniger richtig seiner Arbeit nach. Außer in einigen Stadien ist er auch stark dem Wetter ausgesetzt und muss sich auch noch mindestens 90 Minuten lang bewegen, es kann bei großer Hitze bzw. vorher Feuchtigkeit schon zu einem Problem werden genauso wie bei starkem Regen oder winterlichen Bedingungen. Auch darum ist es wichtig, körperlich und mental eine gewisse Fitness an den Tag zu legen, um möglichen grippalen Infekten vorzubeugen. Das gilt ĂŒbrigens hier auch fĂŒr alle aufgefĂŒhrten Berufe, dass die Menschen sich hier auch entsprechend vorbeugend verhalten mithilfe von Sport und gesunder Lebensweise.

Tipps und Tricks fĂŒr das Training im Freien und somit bei Wind und Wetter gibt ein lesenswerter Artikel auf 1x1sport.de mit den Themen UnterkĂŒhlung, erhöhtes Verletzungsrisiko, die Atmung und eben auch die richtige Bekleidung bei eisigen Temperaturen. Fans sollten sich eher einen meiner anderen Artikel zu Herzen nehmen und sich warm anziehen: 10 Mittel um sich vor KĂ€lte draussen zu schĂŒtzen

  • MĂŒllabfuhr:

Ob Hagelschauer oder starke Sonne, geleert wird immer jede Tonne

Wir Deutschen verbrauchen sehr viel, darum heißen wir auch Verbraucher und produzieren leider immer noch viel zu viel Abfall, der muss von der MĂŒllabfuhr abgeholt und beseitigt werden. Dies passiert meist lautstark und fĂŒr alle hörbar in aller FrĂŒhe, aber dafĂŒr geht das auch alles zuverlĂ€ssig ĂŒber die BĂŒhne und die MĂŒllabfuhr kommt bei jedem Wetter und holt alles ab. Dabei hat derjenige, der sich immer hinten bei den kurzen gefahrenen Strecken festhĂ€lt, den Nachteil weil er immer die Tonnen rollen muss und ausleeren, wĂ€hrend der Fahrer in seinem Auto sitzen bleiben darf und nur im Notfall aushilft. So nimmt man das jedenfalls als BĂŒrger war und stellt fest, dass auch dieser Beruf in der Abfallbeseitigung stark wetterabhĂ€ngig ist und sowohl bei Hitze als auch bei KĂ€lte und ungemĂŒtlichem Regen oder Nebel ausgefĂŒhrt werden muss.

Der Tagesspiegel schreibt in einem großen Artikel ebenfalls ĂŒber einige Berufe im öffentlichen Raun und thematisiert das Problem mit der DiversitĂ€t bei der Bekleidung: Bei der Berliner Stadtreinigung hat man einen Bekleidungskatalog. Die ausreichende VerfĂŒgbarkeit der Bestandteile wurde nach entsprechender Ausschreibung mit den Zulieferern durch langfristige Planung sichergestellt, so BSR-Sprecher Bernd MĂŒller. FĂŒr die rund 1800 WinterdienstkrĂ€fte und die 1000 Mitarbeiter der MĂŒllabfuhr gibt es Winterjacken mit wĂ€rmendem Futter, Sicherheitshosen, WintermĂŒtzen und spezielle Handschuhe. Kraftfahrer beispielsweise auf den Streufahrzeugen erhalten funktionale Winterwesten.

Wetterbezogene Jobs, auf die reagiert werden muss

Bei allen Berufen, die eine unmittelbare Reaktion bei VerĂ€nderung der Wetterlage erfordern, sieht das schon anders aus: Bei Straßendiensten, der Flugsicherung, Feuerwehr, Polizei und Bahnbediensteten werden normalerweise sofort DienstplĂ€ne geĂ€ndert und die Nacht- und Tagesschichten ĂŒberarbeitet. Das kann auch mal sehr schnell bei einem Unwetter oder Gewitter der Fall sein. Daher ist zum Beispiel auch die Flugsicherung betroffen und in der Folge und Schwere der Beeinflussung vom Wetter auch alles, was damit zusammenhĂ€ngt.

Darum sollten Berufe, bei denen man dem Wetter ausgesetzt ist, besser bezahlt werden

  • ZusĂ€tzliche Kosten in der Apotheke bei ErkĂ€ltungen etc – auch Vorsorge wie Vitamine zĂ€hlen hierzu
  • Kleidung, sofern nicht gestellt, muss fĂŒr alle Wetter wĂ€hlbar sein – festes Schuhwerk, Kopfbedeckung
  • Höhere Leistung bei Wind und Wetter zu arbeiten als drinnen – Argument spricht fĂŒr sich
  • Durch Hitze oder KĂ€lte höhere körperliche Belastung – mehr “Arbeit” fĂŒr das Immunsystem
  • Oft sind es Jobs mit Schichten und einer hohen FlexibilitĂ€t – erfordert zusĂ€tzliche Motivation
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