Black Friday geht schief – wegen Internet?!

Die Händler wundern sich laut dem Artikel, warum die Geschäfte in den Straßen leer bleiben und der Bericht darüber liefert auch gleich noch die Erklärung: Das Internet mit seinem Online-Handel hätte wohl einen großen Teil des Umsatzes gesaugt und die Kunden bestellen scheinbar lieber mit der Maus am PC als in die sonst vollen Ladenzeilen zu gehen.

Wir kennen sie: Die Bilder des Ansturms, wenn Black Friday ist. Menschen prügeln sich um die Schnäppchen. Doch es geht auch anders.

Quelle: Black Friday geht schief | Türen auf – und kaum einer kommt

Nicht nur die allgemeine Sicherheitslage hat sich dramatisch in den letzten Jahren in Deutschland, Großbritannien bzw. in ganz Europa verändert und somit auch automatisch das Kaufverhalten der Menschen, sondern viele Dinge lassen sich auch wirklich einfacher, stressfreier und bequemer erledigen als in den Einkaufsmeilen oder Shopping Centern.

Andrew-Art / Pixabay

 

Man benötigt keinen Parkplatz oder muss sich durch die öffentlichen Verkehrsmittel quälen, beim Bezahlen kann einem nicht die Geldbörse geklaut werden und auch nicht die Einkaufstüten. Das Schleppen der gekauften Artikel entfällt eben auch und macht das Leben somit auch etwas leichter. Statt sich durch zig ähnliche Geschäfte zu arbeiten, um dann nach Preisvergleich und Lieferfähigkeit zu entscheiden, klickt man sich schneller durch Internet bei eBay, amazon & Co. – selbst das Umtauschen ist inzwischen keine unüberwindbare Hürde mehr und kann relativ gut von zu Hause aus geregelt werden.

Bei der Lieferung müssen nicht mehr die Nachbarn genervt oder involviert werden, weil man sich den Online-Einkauf direkt in die Postbox der Post oder Abholstationen bei der Konkurrenz in Wohnnähe liefern lassen kann.

Die Händler ergeben sich aber auch dieser Situation, befeuern sie bisweilen sogar noch mit eigenen Angeboten zum “Black Friday” oder anderen Dingen aus dem Sortiment. Natürlich entscheiden sich dann die Damen und Herren am PC für den schnellen Klick. Die “Offline-Händler” sollten also darauf reagieren und besonders die Vorteile für den Kauf direkt in der Filiale in den Vordergrund stellen, eine mögliche Beratung selbstbewusst in Form eines Gutscheines gratis anbieten, damit das auch als Leistung anerkannt wird und natürlich sollte es gerade an der Kasse möglichst schnell gehen. Mit langen Wartezeiten bekommt man zwar schöne Bilder, wie voll der Laden ist und wie “es brummt” – aber letztendlich muss man sich gerade an Weihnachten sehr gut aufstellen und notfalls unterstützen lassen durch Einpackhilfen.

Der Einzelhandel macht oft gute Arbeit, kommt aber im Wettstreit mit dem Internet oft etwas bieder daher. Die Angebotsgestaltung etwas offensiver und attraktiver mit der Exklusivität, es NUR in dem Shop zu erhalten oder Einkaufsgutscheine für die Filiale, bei denen man für einen 100-Euro-Gutschein zum Beispiel nur 75 Euro bezahlt (einlösbar nur für nicht rabattierte Artikel) und vieles weitere! Jedenfalls müssen leere Eingänge im ambitionierten Einzelhandel nicht wirklich sein, wenn man die eigenen Vorteile voll ausspielt.

Warenhäuser an Sonntagen öffnen?

Eine vermehrte Öffnung der Kaufhäuser und somit dann wohl auch Center an Sonntagen ist immer wieder neu in der Diskussion. Nun also auch im Sommer 2017 und ich bleibe bei meiner Meinung, dass man so etwas im SB-Bereich mit zentralen Service-Points eher durchführen kann als in Warenhäusern mit Fachpersonal. Es bleibt aber für viele weiterhin wenig nachvollziehbar, weil sich die Bestellwege immer weiter wege vom klassischen Einzelhandel hinein ins Internet zu Amazon & Co bewegt. Der normale Einkaufsbummel findet nach meinen Beobachtungen so nicht mehr statt und durch schnelle Lieferung verliert das sofortige Aushändigen als Argument an Kraft.

Dennoch scheint es immer noch genügend Menschen zu geben, die sich auf die Öffnungszeiten am Sonntag stürzen. Dann müssten aber auch im Nachgang einige Institutionen nachlegen und ebenfalls überhaupt mal mit dem Service einer Öffnung am Wochenende auf den Markt gehen. Banken zum Beispiel haben püraktisch nie Samstags auf, Behörden dürfen auch die Woche verlängern und Rechtsanwälte sollten auch am Wochenende Geld verdienen dürfen. Natürlich gibt es gerade in Berufen mit sozialer Verantwortung (Polizei, Krankenhaus, Pflege) auch wie selbstverständlich Arbeit am Sonnabend wie auch Sonntag, aber belohnt wird dies mit einem guten Gehalt immer noch nicht.

Ein verkaufsoffener Sonntag in der Stadt sollte ein Highlight bleiben anlässlich von nahegelegenen Festen oder besonderen Aktionen und zu Weihnachten – ansonsten ist der Effekt weg und wertvolle Arbeitskraft steht am Sonntag nur herum. Die Kosten für die Unternehmen steigen jedoch und niemand will das bezahlen – man muss ehrlich sein, der Sonntag macht nur Spaß wenn er volle Läden und Kassen hat.

Quelle: Warenhäuser wollen an Sonntagen häufiger öffnen

Trusty Shopping Buddy auf der IFA

Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin traf ich diesen Trusty Shopping Buddy und da ich auch mal im Verkauf gearbeitet habe, hätte ich mir viele solcher Kollegen gewünscht. Denn der muss nicht auf Klo, ist immer da für die Kunden und beeindruckt mit einem Wissen bis in die unendliche Tiefe. Der Robot kann ja auch immer wieder neu gefüttert werden mit Daten, so dass der Trusty Shopping Buddy für viele Zwecke einsetzbar ist. Ich könnte mir so etwas auch in der Touristik-Branche vorstellen oder eben auch dort, wo der Trusty Shopping Buddy immer die gleichen Fragen zu beantworten hat.

Trusty Shopping Buddy
Trusty Shopping Buddy

Der neue EDEKA-Werbespot: Heimkommen

Der neue Edeka Werbespot unterscheidet sich signifikant von den bisherigen und setzt sich kritisch mit der Vereinsamung von älteren Menschen auseinander, dadurch entsteht eine emotionale Bindung der Menschen, die diesen Spot sehen und ihnen als positiv empfinden. Gleichzeitig erhält der Werbespot eine Art gedankliches Edeka-Branding, weil man mit diesem Video sofort und als erstes an Edeka denkt die Idee, in der vorweihnachtlichen Zeit ein derartig unter die Haut gehendes Video zu produzieren und zu kommen von irgendwelchen lustigen Clips, ist absolut gelungen und wurde schon nach wenigen Stunden durch das sogenannte virale Marketing zum Hit. Bei dem viralen Marketing setzt man darauf, dass diverse Medien-Seiten diesen Spot teilen und dieser für so gut empfunden wird, dass er von anderen Usern ebenfalls auf Plattformen wie Twitter oder Facebook geteilt wird und entsprechend Likes bekommt. Da der Trend immer mehr dahin geht, dass TV-Werbung einfach weggeschaltet wird oder nach einer Aufnahme vorgespult, ist der Weg über das Internet nur folgerichtig und erreicht wie man merkt mehr Menschen als über die normale TV-Schiene. Sofern dann die Werbung auch noch eine emotionale Message weitergibt, wie in diesem Falle der vereinsamte alte Mann, dem alle Familienmitglieder absagen zu Weihnachten, ist das im Grunde ein Selbstläufer. Wenn es dann noch zusätzlich eine geschickte Pointe gibt, in der die Familienmitglieder auf eine reagieren, sorgt das gleichzeitig noch einmal für Gesprächsstoff innerhalb der Familie oder im Kollegenkreise und hat seinen Zweck voll erfüllt. Daran sieht man, dass man nicht unbedingt immer nur den normalen Weg gehen muss, sondern über einen Umweg im Kopf auch ein positives Bild von einem Unternehmen wie Edeka entstehen kann. Warum nicht alle Firmen sich die Zeit nehmen, einem intelligenten Werbespot für Aufmerksamkeit zu sorgen, erschließt sich mir nicht und vielleicht fühlen sicher einige nach dem Erfolg dieser Idee dazu ermutigt, neue Wege in der Werbung zu gehen. Hier nun also der jetzt schon beliebte Edeka-Werbespot auf YouTube:

Was sich durch demografischen Wandel ändern muss: Einzelhandel

Die Menschen werden glücklicherweise immer älter, konsumieren aber natürlich weiter und sind bzw. bleiben Teil der Kundschaft. Schon heute im Jahr 2015 haben sich diverse Modebereiche festgelegt auf die Kunden 40+ und somit definiert sich die Käuferschicht neu natürlich wird es auch weiter Überschneidungen geben, weil es auch unterschiedliche Geschmäcker gibt – aber grundsätzlich sind die Damen und Herren in der zweiten Lebenshälfte eine wirtschaftlich sehr interessante Klientel.

In der heutigen Zeit haben die meisten auch durch die fast pausenlose Beschäftigung noch einigermaßen ausreichende Rente bzw. beziehen Pensionen für die Zeit als Beamter. Aus diesem Grund kann es nicht falsch sein, sich mit den Bedürfnissen und Wünschen dieses Kundenstammes näher zu beschäftigen. Allerdings soll es hier so sehr um das Sortiment an sich gehen, sondern eher ein Appell an die vielen Shoppingcenter oder Kaufhäuser mit diesen Menschen als Kunden. Ob die Ziele des Einzelhandels im Augenblick mit den Bedürfnissen älterer Menschen zusammenpassen, zeigt sich nicht zuletzt vor allem im Umsatz und ob der Laden zu bestimmten Zeiten voll ist oder nicht.

In jedem Falle sollte man im Fall von Lebensmittelgeschäften auch mal Gelegenheiten zum Sitzen anbieten und generell, da wir schon beim Thema anbieten sind, verstärkt auf Mitarbeiter setzen, die aktiv bestimmte Nahrung zur Probe anbieten und somit auch Möglichkeiten zum Gespräch bieten. Viele ältere Menschen mögen es, wenn sie mit Mitarbeitern ins Gespräch kommen können und kommen so im wahrsten Sinne des Wortes auf den Geschmack und kaufen vielleicht etwas Besonderes für sich selbst oder ihre Gäste. Darum sind auch kleine Sitzgruppen, in denen man sich ausruhen und austauschen kann bei einem Glas Sekt oder einer Tasse Kaffee keine Utopie und könnten die Geschäfte für Feinkost und normale Lebensmittel in einem komplett anderen Gesicht zeigen. Vielleicht entstehen dadurch sogar nicht nur neue Arbeitsplätze, sondern statt den eher langweiligen Regalen neue Wege, über die verschiedene Reize angesprochen werden.

Das gleiche gilt im Grunde auch für Kaufhäuser, die in jeder Etage bestimmte Punkte einrichten können, an denen sowohl ein Mitarbeiter anzutreffen ist als auch die Möglichkeit zum Ausruhen oder treffen besteht. So könnte man hier erste Informationen weitergeben, ohne dass der ältere Kunde durch das ganze Kaufhaus laufen muss und vielleicht könnten ihm sogar bestimmte Artikel direkt gebracht werden, die er dann überall einsammelt und mit allen ausgewählten Waren zur Kasse geht. Dies geht natürlich nicht bei Bekleidung oder eben Dingen, die sehr beratungsintensiv sind. Hier ist vorstellbar, dass man nicht mehr einfach so in das Warenhaus geht und einen Verkäufer, sondern zum Vorteil von beiden Seiten einen Termin macht mit dem Personal aus der Abteilung.

Denn es wird auch zunehmend 70 bis 90-jährige Menschen geben, die Lust auf einen Einkauf haben und ihn nicht erledigen, weil das Suchen und Finden zu anstrengend ist. Was spricht also dagegen, dass der Kunde von morgen ähnlich wie bei anderen Institutionen einen Beratungstermin zum Beispiel für eine Küchenmaschine vereinbart und der Verkäufer findet sich zum verabredeten Termin am Info-Tresen ein und steht dann nur dem Kunden für zum Beispiel eine halbe Stunde für ein umfangreiches Beratungsgespräch zur Verfügung? Das ist eine WIN-WIN-Situation für beide Seiten, denn ältere Menschen werden natürlich auch weiter in Warenhäuser gehen, wenn es quasi eine Garantie für ein informatives Gespräch gibt. Eventuell sind viele Menschen sogar bereit, für diese Leistung zu bezahlen? Auch andere Dienstleister werden ja schließlich für Beratung und die in Anspruch genommene Zeit bezahlt – im Falle eines Einkaufes könnte dieser erworbene Beratungsgutschein ja wieder verrechnet werden.

Abgesehen aber von der Beratung und den Sitzgelegenheiten muss man auch das Augenmerk auf einen Kunden-WC als Service legen, denn so schlicht es klingt: wenn man weiß, dass in dem entsprechenden Shop eine Toilette ist, dann plant man eventuell eher einen Besuch dort ein als wenn man hier keine Gelegenheit hat, seine Notdurft zu verrichten. Dieses Thema steckt aber noch in den Kinderschuhen und selbst ein Vorschlag hier in Berlin, wonach die Lebensmittel-Discounter verpflichtet werden sollten, für alle Kunden Toiletten anzubieten, wartet weiter seit mehreren Jahren auf seine Umsetzung. Vielleicht wären hier auch eher die öffentlichen Räume wie Bahnhöfe und anderes für dieses Vorhaben geeignet, denn die Kosten mochte dann wohl zu Recht keiner tragen.

Egal ob im technischen Bereich oder in der Mode oder Dinge des täglichen Gebrauchs – die Preise und Informationen sollten generell größer und deutlicher zu lesen sein! Es kann nicht sein, dass man für alle Beschriftungen immer eine Brille braucht oder jemand wagen muss. Die Hersteller müssen und werden mehr darauf zu achten haben, dass alles lesbarer wird und die Händler müssen auf eine klare Auszeichnung der Ware achten. Ein einziges Schild über der Ware, wo dann im Regal sechs verschiedene Artikel stehen, ist unübersichtlich und missverständlich.

Der Warenkauf sollte also übersichtlich gestaltet werden und auch die Gänge sind im Optimalfall etwas breiter für die Rollatoren oder Rollstühle. Auch sollte genügend Platz sein zwischen den Regalen, um mit so einem Gefährt an die gewünschte Ware heranzukommen, falls das dann auch so gewünscht ist. Der Kassenbereich sollte gut zu finden sein und die Summe auf dem Display klar erkennbar, die Wartezeit ist ja abhängig von der Ausrichtung des Ladens und den entsprechenden Angeboten. Hier kann man unter Umständen Abstriche machen, weil organisatorisch sind gewisse Grenzen gesetzt.

Das waren nur mal einige Punkte, die mir einfallen, wenn ich an den demographischen Wandel und die Auswirkungen auf den Einzelhandel denke. Natürlich wird sich ein sehr großer Teil des Handels ohne hin ins Internet verschieben, denn auch ältere Menschen werden sich immer mehr der Vorteile vom online Kauf bewusst. So wird zukünftig auch die Aufgabe darin bestehen, diese Shops übersichtlich und gut navigierbar zu gestalten. Dies betrifft auch den Lebensmittelbereich, der im Bereich auf Internet und Lieferung noch großen Nachholbedarf aufweist. Eine immer älter werdende Kundschaft bringt also nicht automatisch nur Probleme mit sich, sondern kann auch Chance sein für Händler, sich von anderen konkurrierenden Unternehmen abzuheben und mehr zu tun für diese Klientel. Die Rentner von übermorgen sind alle auch untereinander vernetzt und empfehlen solche Dinge weiter, wenn sie auf Reisen sind oder auf einen Kaffee beim Nachbarn.

Rechte und Pflichten von Kunden und Händlern

Hier mal ein paar grundsätzliche Dinge, die beim Handel zwischen zwei Personen oder einem Menschen in Form eines Kunden und einem Unternehmen immer zu beachten sind. Das Internet ist zwar groß und man wird auch vieles finden, wenn man die Suchmaschinen bemüht – aber es ist auch für mich wichtig, in Bezug auf den Einzelhandel einiges normal an Fakten darzustellen.

Besitz und Eigentum

der Besitz bedeutet die tatsächliche Herrschaft über eine Sache. Im Beispiel Einzelhandel also etwa eine wahre, die ein Kunde eingekauft hat. Sobald diese bezahlt wurde, ist der Kunde Besitzer dieser Ware und ab sofort hierfür verantwortlich. Nachdem der Kunde an der Kasse war, erhält er einen sogenannten Kaufbeleg und ist nach Bezahlung der Ware auch Eigentümer – daher nennt man dies auch rechtliche Herrschaft über eine Sache. Im privaten Handel, also einem stattfindenden Verkauf zwischen zwei Privatleuten, gibt es auch den Kauf unter Eigentumsvorbehalt. Wenn also eine Sache verkauft wird, wobei der Verkäufer immer noch Eigentümer bleibt, wird dies in der Regel schriftlich festgehalten und beide Vertragspartner sind sich dieser Sache bewusst. Meist sind es noch zu regelnde Dinge, die letztlich in der Folge bei Eintreten aller besprochenen Details in eine normale Umwandlung wie bei einem normalen Verkauf übergehen.

  • Privatkauf: Handel zwischen zwei Personen, wovon keine der beiden Personen als Einzelhändler tätig ist. Der Handel erfolgt auf einer privaten Basis und wird zum Beispiel über eine Plattform im Internet getätigt.
  • Einseitiger Handelskauf: wenn ein Privatmann in ein einzelnen Geschäft geht und dort einen Artikel kauft, kann man von einem einseitigen Handelskauf sprechen. Das gleiche gilt für Kunden, die bei einem Unternehmen online etwas bestellen und hier ebenfalls die Geschäftsbeziehung privat zu geschäftlich ist.
  • Zweiseitiger Handelskauf: wenn ein Großhandelsbetrieb einem Einzelhandelsgeschäft Ware verkauft, also im Grunde alles, was der Warenbeschaffung dient und später vertrieben wird. Natürlich kann auch ein Einzelhandelsgeschäft bei einem anderen Einzelhandelsgeschäft kaufen und es ist auch ein zweiseitiger Handelskauf. Immer wenn also gleichberechtigte Einzelhändler unter sich geschäftlich tätig sind, kann man von einem zweiseitigen Handelskauf sprechen.

Liefertermin

mit dem Liefertermin ist der Kaufvertrag abrunden, wird also der Liefertermin nicht eingehalten ist der Kaufvertrag hinfällig. Das betrifft in erster Linie den Versandhandel und hier muss insbesondere beim Handel im Internet genau auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen geschaut werden und was jeder Händler online für Klauseln eingebaut hat, die dieses entweder aushebeln oder anders auslegen kann. Damit ist im Grunde nur gemeint, dass der Kunde beim Kauf die Ware auch wirklich erhält, wenn der Händler sein Geld ebenfalls erhalten hat. Hier wäre noch einmal zu beachten, dass es auch Ratenzahlung gibt und hier die besonderen Bedingungen für einen Raten-Kauf gelten.

Mängel

es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Mangel anzumelden – der Normalfall dürfte sein, dass der Kunde in den Laden geht und eine Ware reklamiert weil zum Beispiel eine Sprungfeder fehlt oder an dem gekauften Pullover eine Masche aufgegangen ist und ein Loch sichtbar wird. Das weitere Vorgehen hängt also auch davon ab welcher Mangel gemeldet wurde: Quantitätsmangel, Art Mangel, Beschaffenheitsmangel oder Qualitätsmangel. Nach der Reklamation entscheiden beide Vertragspartner, sie genau vorzugehen ist. Der Normalfall ist, dass der Kunde sofort eine neue Ware haben möchte oder das Geld zurück. Der Irrtum liegt oft darin, dass der Händler meistens auch Bedingungen hat, an die er sich zu halten hat. So ist es keine Seltenheit, dass der Händler die Möglichkeit hat, zweimal eine Ware nachbessern zu lassen und erst ab der dritten möglichen Nachbesserung hat der Kunde die Möglichkeit, das Geld zurück zu verlangen. Auch steht der verkaufenden Partei frei, den Warenwert zu mindern und dies dem Kunden so anzubieten. Ein Recht auf Auszahlung sollte man sich auf jeden Fall vor dem Kauf schriftlich bestätigen lassen oder mündlich mit einem unabhängigen Zeugen vereinbaren. Dies ist eine sogenannte Wandlung, die nur bei einem Mangel oder einem Garantiefall eintritt.

  • Offener Mangel: ein offener Mangel ist ein Mangel, der sofort zu erkennen ist beim Auspacken oder bei der Übergabe des Artikels. Zum Beispiel kann eine Jacke am Reißverschluss defekt sein und dies stellt man erst zu Hause fest bei einer richtigen Anprobe, während man beim Händler unter Umständen nur für die Größe kurz getestet hat. Dies stellt man sofort beim Erstgebrauch fest und ist daher ein offener Mangel, denn er ist auch sichtbar für den Kunden und im Falle einer Reklamation auch für den Händler.
  • Versteckter Mangel: ein versteckter Mangel ist ein Mangel, der bei einer Stichprobe nicht erkennbar ist – erst bei späterem Gebrauch erkennbar wird. Im Gegensatz zum offenen Mangel wäre hier am Beispiel der Jacke ein Problem beim Waschen ein so genannter versteckter Mangel, denn er ist weder sofort beim Einkauf festzustellen, noch bei normalem Gebrauch und tragender Jacke. Der Fehler wird erst festgestellt, wenn die Jacke in der Reinigung ist oder in der Waschmaschine gewaschen wird. Kommt es danach also zu Verfärbungen, so kann der Käufer dies als versteckten Mangel reklamieren.
  • Arglistig verschwiegener Mangel: wenn der Kunde die Ware unter falschen Voraussetzungen kauft, d.h. wenn ihm eine Eigenschaft zugesichert wurde, der Artikel aber diese Eigenschaft nicht aufweist. So wäre zum Beispiel ein Wissen des Verkäufers über die Tatsache, dass die Jacke beim Waschen Verfärbungen aufweisen könnte, ein arglistiges Verschweigen wenn er danach gefragt werden würde und seine Antwort absichtlich ausweichend oder der Unwahrheit entsprechend ausfallen würde.

Umtausch

Der oberflächliche Begriff Umtausch deckt diesen Fall oben nicht ab, denn dieser greift nur, wenn die Ware unversehrt ist und ohne einen Mangel einfach zurückgegeben werden möchte aus welchen Gründen auch immer. Da die Ware bereits in das Eigentum des Kunden übergegangen ist (siehe oben), ist der Händler nicht verpflichtet die Ware anzunehmen und dem Kunden das Geld auszuzahlen oder in irgendeiner anderen Form dem Kunden entgegenzukommen. Das mag hart klingen, soll aber in erster Linie nur die Sinne schärfen, dass ein Einzelhändler keine verkaufte und ins Eigentum anderer übergegangener Ware zurücknehmen muss. Auf Kulanzbasis ist es natürlich dennoch beiden Parteien anzuraten, sich anzunähern und eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten – zum Beispiel könnte nur ein Teilbetrag zurückgezahlt werden oder man bucht das Geld auf einen Gutschein, sodass der Kunde später weiter im Laden bleibt und der Umsatz nicht komplett verloren geht.

Pflichten bei Lieferung

der Kunde muss die Ware annehmen und sollte dies noch nicht im Vorfeld oder auf anderen Wegen passiert sein, auch sofort bezahlen. Bei einigen Handelsplattformen hat man aber inzwischen auch die Möglichkeit, erste sich die Ware liefern zu lassen und dann per Rechnung zu bezahlen. In diesem Fall greift auf wieder die obige Regel, siehe Besitz und Eigentum. Weiterhin sollte der Kunde die eingegangene Ware mit der Bestellung vergleichen und gegebenenfalls bei Differenzen zwischen Bestellung und Lieferung unverzüglich handeln. Gleiches gilt für Mängel, die bei Lieferung und auspacken der Ware festgestellt werden. Hier muss der Mangel sofort gerügt werden und der Händler kontaktiert, Informationen hierzu und weitere Hinweise stehen in der Regel auf den Seiten der Händler und müssen vorher auch bestätigt werden. Hier gibt es auch Unterschiede, so müssen die sogenannten offenen Mängel unverzüglich -das bedeutet: ohne schuldhaftes Zögern- beim Lieferanten gemeldet werden und bei den versteckten Mängeln bestehen Fristen, an die man sich zu halten hat. Einige versteckte Mängel können natürlich erst bei umfangreichem Gebrauch oder nach einer gewissen Zeit festgestellt werden und es wäre unfair, wenn dies zum Nachteil des Bestellers wäre.

Reklamation

bei einer Reklamation von einer gekauften Ware besteht die Möglichkeit der Neulieferung, also im Normalfall wird die defekte Ware entgegengenommen und eins zu eins gegen die gleiche Ware getauscht. Die zweite Variante wäre eine sogenannte Wandlung, also der Händler nimmt die Ware zurück und der Kunde bekommt das Geld zurück auf dem Wege, wie bezahlt wurde. Als drittes gibt es die Minderung, hier hat der Händler die Option, dem Kunden die Herabsetzung des Kaufpreises mit dann folgender Auszahlung der Differenz anzubieten. In größeren Streitfällen und wenn es um zusätzliche Kosten, die dem Kunden durch den Mangel entstanden sind, kann es auch zu Schadensersatzforderungen kommen für zum Beispiel entgangene Einnahmen oder Fahrgelder oder was auch immer – das wurde in diesem Zusammenhang zu sehr in die Tiefe gehen und sollte dann von Fall zu Fall entsprechenden Experten hierfür besprochen werden.

10 normale Jobs im Einzelhandel

Immer wieder suchen viele Menschen in verschiedenen Berufsfeldern eine neue Aufgabe, eine Alternative zum bisherigen Job oder wollen unbedingt mit Menschen arbeiten und schnell gerät der Einzelhandel ins Blickfeld – schließlich ist man selbst jeden Tag irgendwo Kunde und kauft etwas ein. Doch was sind eigentlich noch normale Jobs im Einzelhandel? Die Grenzen sind mittlerweile fließend und mit dem Wechsel in das Internet verlagern sich auch einige Berufe zum Beispiel aus dem Warenhaus zunehmend in andere Bereiche. Darum hier mal aktuell ein paar Berufe mit Mindestlohn im Einzelhandel, die für viele Arbeitssuchende infrage kommen:

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Verkaufsberater (1) – diese Damen und Herren sorgen dafür, dass während der kompletten Öffnungszeiten im Einzelhandel permanent ein Ansprechpartner für die Kunden zu finden ist. Das bedeutet, dass die Bewerber möglichst lange stehen können und auch sonst körperlich belastbar sind. Denn neben einem freundlichen Auftreten den Kunden gegenüber wird auch erwartet, dass man sich um die Ware bezüglich der Präsentation oder der Preisauszeichnung kümmert. Das Fachwissen ist immer noch sehr wichtig, gerade im technischen Bereich oder in anderen Feldern funktioniert es nicht ohne und man muss sich hier ständig auf dem Laufenden halten.

Kassierer (2) – in jedem Laden, wo Kunden ein und ausgehen bzw. waren das Geschäft verlassen muss natürlich auch kassiert werden. Das setzt gewisse mathematische Grundrechenarten voraus, auch wenn es an den Scanner-Kassen mittlerweile eher auf Konzentrationsfähigkeit und psychische Belastbarkeit ankommt. Meist wird hier auch ein polizeiliches Führungszeugnis mindestens hilfreich sein bei einer Bewerbung, ist aber nicht überall Voraussetzung. Mit Geld sollte man eben umgehen können und die verschiedenen Zahlungsmittel wie EC-Karte, Kreditkarte, Gutscheine und der Umgang mit TAX Free sowie zusätzlichen Diensten sollten keine allzu großen Hürden darstellen.

Regalpflege (3) – überwiegend kurzfristig und flexibel wird auf die Personal gesucht, welches regelmäßig in Warenhäusern oder auch in mittelgroßen Geschäften für andere Firmen das Befüllen der Regale übernimmt. Dazu gehört ordnungsgemäßes auspacken aus den Umkartons genauso wie das aus Preisen bzw. die Kontrolle zum richtigen Schild am Regal. Oft stehen dort diverse Kodierungen und der Preis, sodass das typische arbeiten mit einer Preispistole entfällt. Auch hier kann es zu größeren Belastungen kommen und vor allem zu nicht typischen Arbeitszeiten, denn einige Lebensmittelgeschäfte wollen schon vor dem Öffnen des Ladens die neue Ware im Regal sehen oder es wird spät abends für den nächsten Tag vorgearbeitet. Also hier unbedingt den Arbeitsbeginn beachten.

Inventurhelfer (4) – es gibt einige Agenturen, die nehmen Aufträge an speziell für eine Bestandsaufnahme in großen Geschäften. Diese kann sowohl während der normalen Öffnungszeiten erfolgen oder auch davor. In der Regel gibt es aber dann abgesteckte Bereiche, die für die Zählung vorgesehen sind und der neue Datenbestand wird relativ schnell in das System eingespielt, so dass das Unternehmen mit den neuen Beständen schnell arbeiten kann. Hier ist vor allem eine schnelle Auffassungsgabe notwendig, Flexibilität bei den Anfangszeiten und eine gewisse Affinität zu Zahlen sollte vorhanden sein – denn wenn man sich verzählt und die Verpackungseinheiten in der hinteren Reihe falsch aufnimmt,  muss dies noch einmal wiederholt werden und das ganze Inventurteam muss warten.

Kaufhausdetektiv (5) – hier ist zwingend eine Ausbildung für verschiedene Bereiche notwendig, man muss mit den Kameras umgehen können und man sollte vor allem rechtlich immer auf dem aktuellen Stand sein. Schnell und sich trotzdem unauffällig bewegen in einem Warenhaus zum Beispiel oder einem Center das ist eine weitere Eigenschaft, die ein Detektiv im Einzelhandel mitbringen muss. Dazu gilt es immer mehr, sich auch verteidigen zu können bzw. die Vorgaben entsprechend der Firma umzusetzen. Eine zunehmende Bewaffnung der Ladendiebe und eine grundsätzliche Aggressivität setzen also vor allem höchster Konzentration voraus und der Detektiv sollte nicht nur zum eigenen Schutz sportlich sein und ein Kampfsport beherrschen.

Security (6) – das sind die Menschen, die an den Ausgängen stehen von Parfümerien, Warenhäusern oder in den Centern. Sie alle sollen dafür sorgen, dass generell eine gewisse Ordnung aufrechterhalten wird und das bei einem Signal der Alarmanlage die Kundschaft gebeten wird, die Sicherung an der Kasse zu entfernen oder eben die Situation in welcher Form auch immer aufzuklären. Hierzu werden nicht nur Durchsetzungsfähigkeit und höfliches Auftreten erwartet, sondern Selbstbewusstsein und entsprechendes Hintergrundwissen, was die eigenen Rechte und Pflichten eines solchen Mitarbeiters voraussetzt.

Propagandisten (7) – diese Mitarbeiter sind meist extern und betreuen Sonderflächen für zwei oder drei Wochen, bieten Probehäppchen im Lebensmittelbereich an oder verkaufen Handtaschen und Geldbörsen. Entweder mit Mikrofon oder ohne stellen Sie im Optimalfall eine Belebung innerhalb der Verkaufsfläche dar, nicht selten wird einiges umgesetzt an den Schmucktischen oder bei einer Fachberatung zwischen den Kunden und einem von einer Markenfirma bestellten Propagandisten. Das sind in der Regel Selbstständige, die keinen festen Vertrag haben und ihre laufenden Kosten wie zum Beispiel Krankenversicherung, Rentenversicherung und Miete aus ihren Provisionserträgen bezahlen. Auch sie sind wichtig, weil sie das Verkaufspersonal entlasten können und zusätzlich für weiteren Umsatz sorgen.

Dekoration (8) – für einen Job in der Deko-Abteilung muss man auf jeden Fall ein gewisses Talent für Präsentation haben und ein Auge für die Sicht des Kunden. Denn man muss hier nicht nur für die richtige Beschilderung sorgen mit der Artikelbezeichnung sowie dem Preis, sondern auch die Schaufenster wollen entsprechend gestaltet werden mit immer neuen Sonderaktionen oder Hinweisen auf bestimmte Werbungen. Die Deko arbeitet aber auch oft im Hintergrund an neuen Ideen und muss genauso Arbeitsmaterial disponieren wie es die Abteilungsleiter tun, mit denen sie sich im ständigen Austausch über Sonderwünsche bzw. eine einheitliche Darstellung zu einem Thema wie Ostern oder Weihnachten im Sinne des ganzen Hauses befinden. Genauso wie die Handwerker in einem Geschäft für Einzelhandel sollten auch die Dekorateure schwindelfrei sein.

Standbetreuer (9) – ich nenne sie mal so: die vielen Menschen, die mit einer gewissen Menge von Ware zielstrebig zu ihren Ständen gehen und sie auffüllen und neu präsentieren. Da gibt es ja überall diese kleinen Säulen mit Schmuck oder andere Bereiche mit Selbstbedienung, hier muss immer wieder neue bestückt werden und alles wieder in Ordnung gehalten werden. Weiterhin gibt es ja auch kleine Inseln, die von externen Mitarbeitern betreut werden – dieser stand Betreuer sind dann für ihre Kunden da und unterstützen sowohl das vorhandene Verkaufspersonal als auch den gezielten Umsatz für die eigene Firma.

Mix (10) – egal ob es in einigen Geschäften noch einen Pförtner gibt oder zum Beispiel einen Info- Punkt für Kunden oder natürlich auch Reinigungspersonal für die Gänge, Rolltreppen und Warenträger – es gibt mehr Menschen, die im Hintergrund arbeiten in dieser Branche, als man denkt. Denn auch die zahlreichen Elektriker oder das Personal beim Imbiss und entsprechenden WC Anlagen kommt irgendwo her und verbringt den Tag beruflich im Einzelhandel. Also immer auch nicht nur an die Leute denken, die an der „Front“ stehen – sondern an einem großen Warenhaus oder Einzelhandelsgeschäft hängt immer noch viel mehr dran mit dem Personal der Zulieferer und noch weitere.

Letztlich entscheiden die Kunden also immer selber, ob sie diese Branche direkt oder indirekt weiter unterstützen oder ob der ganze Bereich zusammen mit allem, was da noch dran hängt, abkapseln und sich lieber dem eher anonymen Internet mit all seinen vor und Nachteilen widmen. Die Herausforderung gilt natürlich auch für den Einzelhandel, der aber nicht zwingend 24 Stunden geöffnet sein muss, um der Konkurrenz aus dem Internet gewachsen zu sein.

Umtausch ist Kulanz im Einzelhandel mit und ohne Bon

Immer wieder kommt es zu Irritationen bei Ware, die man zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückgeben möchte – teilweise weil es einer anderen Person nicht gefallen hat oder einem selber nicht mehr oder es dann doch woanders günstiger zu bekommen ist. Warum auch immer (meist auch nach Feiertagen wegen der Geschenke), Gründe kann und wird es immer geben – aber gliedern wir es doch mal der Reihe nach auf:

  • Kaufvertrag: Da ist zunächst mal der Kaufvertrag (mündlich oder schriftlich) an sich. In meiner Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann habe ich schon gelernt, dass dies eine beidseitige Willens-Erklärung voraussetzt. Auf der einen Seite muss also der Käufer einwilligen, in dem er zum Beispiel an der Kasse bezahlt – und der Händler nimmt das Geld entgegen. Damit ist formell der Kaufvertrag abgeschlossen. Hier noch einmal auf jurablogs.de die Erklärung im Detail, was ein Kaufvertrag ist.
  • Kassenbon: Mit Abschluss des Kaufvertrages bzw. der beidseitigen Willenserklärung erhält der Käufer ein Dokument, den sogenannten Kassenbon. Man könnte das auch Urkunde nennen, was aber bei Anblick einiger Bons optisch nicht einer solchen, die hinter Glas im Rahmen an der Wand hängt, entspricht. Der Irrtum besteht nun darin, dass es ein vermeintliches Umtauschrecht ab diesem Zeitpunkt gebe. Ein generelles Recht auf Umtausch oder Rücknahme gibt es nicht und auch eine Rücknahme ohne Kassenbeleg kann der Händler ablehnen, weil man zum Beispiel nicht nachvollziehen kann, wann die Ware erworben wurde, wie bezahlt wurde oder ob es andere Probleme oder Vereinbarungen, die sich auf den Kaufpreis auswirken könnten, zum Zeitpunkt des Einkaufes gegeben hatte. Hier ein paar Tipps und Hinweise zu Bons auf Thermopapier, die zu verblassen drohen.
  • Besitz und Eigentum: Was ist nun rechtlich passiert, wenn zum Beispiel ein Kunde bezahlt hat und mit der Ware in der Tüte die Kasse verlässt? 1. ändern sich die Besitzverhältnisse, denn die Ware besitzt nun der Kunde – 2. ändern sich auch die Eigentumsverhältnisse, weil mit der Bezahlung wird die Ware zum Eigentum des Kunden. Der Verkäufer kann nun nicht mehr ohne Grund die Ware zurückfordern –was i.d.R. auch eher selten passieren dürfte- und außerdem kann der Käufer nicht davon ausgehen, dass der Einzelhandel fremdes Eigentum zurücknehmen muss. Siehe auch im BWL-Blog: Sachen-Recht: Besitz und Eigentum
  • Kulanz: Maximal im Rahmen einer firmeneigenen Kulanz (also eigenständig entgegengebracht ohne rechtliche Verpflichtung) gibt es Händler, die zum Beispiel innerhalb eines Zeitraumes von zwei Wochen den Kunden einräumen, die Ware wieder zurückzunehmen. Sollte die Ware allerdings Gebrauchsspuren haben oder es sind Hygiene-Artikel, schließt dies meist auch eine Rücknahme aus, da der Artikel nicht mehr in einem verkaufsfähigen Zustand ist. Gleiches gilt ebenfalls oft für Artikel aus den Bereichen Kosmetik, Zeitungen und Süßwaren. Weiterführender Link zu Kulanz, Service und Kundenbindung.
  • Mängel und Garantie: Besteht an der Ware ein Mangel, so greifen ganz andere Rechte auf Seiten des Kunden im Rahmen der gesetzlich festgelegten Garantie und auch der Händler hat Verpflichtungen, auf die hier aber nicht näher eingegangen werden soll, weil das Thema ist Umtausch auf Kulanz-Basis. Siehe auch Warenumtausch hat nur dann eine rechtliche Grundlage, wenn die Ware mangelhaft ist auf germanblogs.de

Ich hoffe, hier mit den Informationen und auch den Links einiges zur Entwirrung beigetragen und die eine oder andere Frage zu dieser Thematik gelöst zu haben. Wichtig ist immer: Kaufbeleg aufbewahren, Rechte und Pflichten kennen und mit Freundlichkeit und Selbstbewusstsein auftreten – dann klappt´s vielleicht sogar noch besser.

Geschenkgutschein – Dessous online kaufen oder Kaufhaus?

Dessous schenken

Oft ist es schwierig, ein passendes Geschenk für die Frau zu finden. Es soll eine Aufmerksamkeit sein, die zeigt, dass sie etwas ganz Besonderes ist. Dessous sind sehr schöne aber auch sehr persönliche Geschenke. Fällt die Entscheidung auf solch ein edles Stück, muss überlegt werden, ob die Dessous online bestellt werden sollen oder ein Geschenkgutschein überreicht wird. Durch den Gutschein kann die Frau selbst auswählen.

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Dessous der Inbegriff der Sinnlichkeit
Jede Frau ist individuell und einzigartig. Nach dem Motto sollten auch die Dessous ausgesucht werden. Entscheidet sich der Mann für den Kauf eines Dessous, so muss er die Vorlieben der Frau sehr genau kennen, denn eine falsche Farbe oder die falsche Größe können die ganze Überraschung kaputt machen. Manche Frau will das richtige Sitzen der “Wäsche für darunter” gern vor dem Kauf selbst ausprobieren. Bei geschenkten Dessous ist dies nicht möglich.

Geschenkgutschein oder Dessous online kaufen
Die Frage, ob Dessous online als Geschenk gekauft werden sollen oder ob man sich lieber für einen Geschenk-Gutschein entscheidet, kann nicht so einfach beantwortet werden. Die eine Frau hat die Eigenart, ihre “Schmuckstücke” generell selbst auszuwählen und die andere achtet auf Qualität, Farbe und Verarbeitung. Andere wollen eine bestimmte Marke und so weiter. Die meisten Frauen haben keine Durchschnittskonfektionsgröße. Dadurch wird es für den Mann schwierig, etwas “passendes” für die Frau zu finden. Andererseits kann er eine Frau sehr überraschen, wenn er ihr selbst ausgesuchte Dessous schenkt. Wenn der Geschmack der bestimmten Dame bekannt ist, könnte man(n) es wagen, eine Auswahl zu treffen.

Herangehensweise oder Entscheidungsfindung
Bevor er sich endgültig entscheidet, ob er das Dessous-Geschenk online kauft, ist es günstig, wenn möglich, nachzuschauen, was die Frau gerne unter der Kleidung trägt. Ein Blick in den Kleiderschrank kann von Nutzen sein. Hier findet der Mann Aufschlussreiches für sein Vorhaben. Er kann herausfinden, welche Konfektionsgrößen die einzelnen Stücke haben. Zudem sollte bereits vorher eine gewisse Preisvorstellung vorhanden sein. Denn Dessous gibt es in den verschiedensten Preislagen. Werden Dessous online bestellt, ist es schwer möglich, anhand der Materialbeschreibung herauszufinden, ob ein Wäschestück kratzt oder schön weich ist. Manches Kleidungsstück sieht auf dem Bild sehr schön aus, hat aber bei Lieferung einen anderen Farbton oder die Ware kratzt auf der Haut. Ein erwähnenswerter Vorteil ist die große Auswahl und mitunter preisgünstigere Ware. Im Prinzip kann es beim Online Kauf von Dessous zu den gleichen Problemen kommen, wie bei jedem anderen Kleidungskauf, zum Beispiel wenn man eine Carhartt Hose  bestellt.

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Sollte man die genaue Größe und Vorliebe nicht ganz genau herausfinden, ist es sinnvoller, der Frau einen Geschenk-Gutschein für Dessous zu überreichen. Dies ist leider etwas unpersönlicher, erspart jedoch die Gefahr eines Fehlkaufes. Die Frau wird den Gutschein sicher ganz nach ihrem Geschmack eintauschen und auch zufrieden sein, denn sie weiß ja nicht, dass das Geschenk “anders verpackt” sein sollte.

Alternativen zu leeren Shops in Centern

Seit geraumer Zeit ist durch die zunehmende Anzahl an Shopping-Centern parallel zu den teils gering bezahlten Löhnen eine Entwicklung eingetreten, die absehbar war und in vielen Städten verstärkt auftreten wird: Leerstände in ehemals mehr oder weniger gut laufenden Läden, die jetzt raus sind und ihr Glück woanders suchen oder im Internet. Meist bleiben große Ketten übrig und die Menschen sehen in den oberen Etagen nur noch den blanken Fußboden und leere oder abgeklebte Schaufenster. In manchen Fällen ist das auch nicht überraschend und der Vermieter hat sich dagegen versichert und nutzt die Zeit intelligent, um neue Nachmieter zu finden. Da das eventuell etwas dauern kann oder sogar durch Gebietsschutz schwerer werden kann als geplant, könnte man die leeren Flächen auch anders nutzen. Hier habe ich mal ein paar Alternativen zur Nachnutzung von Center-Flächen zusammengestellt:

Temporäre Galerien – In die leerstehenden Ladenlokale könnten für einen Monat Künstler mit ihren Gemälden einziehen, die dann ihre Bilder einfach nur den Menschen vorstellen können oder sogar verkaufen. Die Möglichkeiten sind gegeben und der Raum kann damit gefüllt werden.

Rechtsanwalts-Kanzlei – ähnlich wie Danni Lowinski in der gleichnamigen SAT.1-Serie könnte man mit einem einfachen Tisch, drei Stühlen und einer Internet-Leitung “Beratung To Go” anbieten. Das kann auch nach Tagen sortiert und die Themenfelder wechselnd organisiert werden. Den Preis von Danni Lowinski mit 1 Euro pro Minute muss man ja nicht übernehmen, aber als Anregung nicht schlecht.

Fitness-Center – auch nicht so abwegig sei bei größeren Flächen ein Fitness-Center zur Nachnutzung empfohlen. Die meisten Passagen sind mit U-Bahn-Anschluss, also gut erreichbar und werden eh von vielen jungen Leuten frequentiert. Daneben hat ein Shop für Fitness-Zubehör oder Sportler-Nahrung Potenzial. Sollte die Fläche kaum Geräte erlauben, wäre auch Sport ohne Geräte für einen kleinen Preis möglich. Hanteln, eine Gymnastikmatte, eine Bank und verschiedene Accessoires müssten eigentlich möglich sein. Ein genaues Konzept habe ich allerdings nicht – ist auch nicht meine Aufgabe.

Modeschauen und Events – so wie es hier in dem Film Modezar Karl Lagerfeld getan hat, können es ihm auch andere gleichtun: Zur Präsentation seiner Kollektionen 2014/15 lud er in einen Supermarkt als Kulisse ein. Die Centerbetreiber müssen insgesamt immer einfallsreich und flexibel sein, was die Events und Shows angeht – müssen aber auch immer an die Flächen denken

Bürgeramt – das gibt es sogar schon in der Wilmersdorfer Straße in den Passagen, wie ich einem Bericht entnehmen konnte. So kommt das Amt zum Bürger und zeigt entsprechende Nähe. Für Spezialfälle kann ja dann trotzdem ein Termin im “Hauptamt” gemacht werden, oft sind es nur kleine Fragen, die gelöst werden müssen.

Ärzte – gehören imho in die Einkaufs-Center in diesem Jahrhundert, zumal die Wartezeit im Konsumtempel verbracht werden kann und allerlei Kulinarisches an Essen und Trinken zur Verfügung steht.

Dienstleister-Büro – etwa die gleiche Schiene wie oben die Rechtsanwälte, aber man vermisst manchmal so kleine Dienste für das eine oder andere – ohne das jetzt näher beschreiben zu können. Das kann auch ein Zusammenschluss aus diversen neuen Ideen sein, die einfach neugierig machen und ihre Konzepte vorstellen. Dazu zählt zum Beispiel auch, dass man einen kurzen Video-Clip von sich selbst drehen kann oder sich für einen halben Tag in das Büro einmieten kann und dort arbeiten und empfangen kann. Es gibt keine Einschränkungen der Ideen und ähnliches wurde ja erst vorgestellt im Boulevard Berlin – dort kann man sich bei Seats2meet.com einbringen mit eigener Arbeit und so Synergien finden zu anderen Menschen, sich gegenseitig helfen oder unternehmerisch planen. Eine Brainstorming-Plattform sozusagen: