Böhse Onkelz in Berlin – geil war´s

Es war mal wieder soweit, die “Böhsen Onkelz” gaben sich im Rahmen ihrer Memento-Tour 2016 zum Abschluss auch in der Hauptstadt am 16. Dezember 2016 die Ehre und so füllten sie die Mercedes-Benz-Arena komplett. Es war natürlich ausverkauft und so hatte ich mit meinem Spontanentschluss am nachmittag doch mehr als Glück, dass es an der Abendkasse direkt vor Ort noch Rückläufer gab. Da man dort aber auch mit ec-Karte bezahlen kann, hieß es also – es kann losgehen!

Die Vorfreude wird mit dem Einlass immer größer

Einlass am Freitag um 17 Uhr 30 und so musste man sich in der Kälte noch etwas die Zeit vertreiben mit wahlweise Bier, Glühwein oder etwas Essen ein paar Meter weiter. Die Kontrollen waren okay, wie am Flughafen gab es Metalldetektoren und ein Rollband, damit zum Beispiel mein Rucksack durchleuchtet werden konnte. Trotzdem ging es schnell und das freundliche Personal überall zeigte sich hilfsbereit. An diesem Abend waren mir auch die Bierpreise egal, das 0,5l-Bier Hasseröder ließ man sich dann eben für 7,50 Euro inklusive Pfand für einen Becher mit Böhse Onkelz-Emblem schmecken. Später hatte ich genug Becher, um mit 0,75l-Bier für acht Euro ohne Pfand immer wieder nachzufüllen.

Die Vorband Beasto Blanco legt um halb acht los

Um 19 Uhr 30 wurde es dann auch dunkel und unter dem erwartungsfrohen Jubel der zu diesem Zeitpunkt keinesfalls gefüllten Mercedes-Benz-Arena legte dann die Vorband Beasto Blanco und heizte der Meute richtig gut ein. Das war also defintiv besser als letztens die Vorgruppe bei Rammstein in der Waldbühne. So vergingen die Lieder und Minuten, die Bierstände füllten sich und so kam man beim Warten auch mit vielen netten Leuten ins Gespräch. Die Imagepflege der Böhsen Onkelz scheint also gewirkt zu haben und beim Publikum gibt es die gesamt Bandbreite, die man auch auf anderen Rock-Konzerten finden und auch vermuten würde. 

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Für knappe 70 Euro im Unterrang der Mercedes Benz-Arena

Viertel vor neun etwa war es dann aber wirklich endlich soweit: Die Band, auf die alle gewartet haben und immer noch so sehr polarisiert wie keine Zweite, betrat die Bühne und eröffnete den Abend mit “Gott hat ein Problem” und nach einer kurzen Begrüßung ging es gleich weiter mit Liedern, die alle Fans schon im Schlaf mitsingen konnten – “10 Jahre” oder “Finde die Wahrheit” sind Klassiker. Ich hatte einen sehr guten Platz für 67,50 Euro ergattert, Block 602 im Unterrang. Die Bühne rechts von mir und alles super im Blick.

Perfekter Abend mit den Böhsen Onkelz und ihren Fans

Akustisch gab es auch keine Probleme, Austragungsort und Protagonisten des Abends sind auch nicht wirklich für solche Qualitätsengpässe bekannt. Es war alles in allem in sehr geiler Abend in einer schönen Atmosphäre, die viele so vielleicht gar nicht erwartet hatten. In meinem Umkreis standen zwei Mütter, die extra angereist waren und die Söhne standen ganz woanders, weil sie keine zusammenhängenden Karten mehr bekommen hatten. Aber auch mit völlig Fremden kann man Spaß haben, wenn man gemeinsam “Danke für Nichts”, “Bomberpilot” oder “Gehasst, Verdammt, Vergöttert” brüllt. Als Zugabe wurde nach “Wir ham´ noch lange nicht genug” und “Kirche” das viel geforderte “Mexiko” geliefert und der Abend wurde beendet mit “Erinnerungen”. Die werden auch viele Konzertbesucher haben und zwar gute.

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